Ein Schritt ins Licht

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Ein neues Führungstrio für den Norderstedter SV.Foto: Maibom

Der Norderstedter SV hat ein neues Führungstrio

Norderstedt. Eine schwere Aufgabe haben im Februar dieses Jahres Thomas Strebel, Andreas Müller und Steffen Liepold übernommen. Das Trio bildet den neuen Vorstand des Norderstedter SV. Die drei müssen aus dem langen Schatten von Vereinsgründer Holger Götz heraustreten, um den Breitensportverein erfolgreich durch die kommenden Jahre führen zu können.
Das ist keine einfache Aufgabe für den 1. Vorsitzender Strebel, Vize Müller und Geschäftsführer Liepold. Gut 30 Jahre lang prägte Holger Götz den NSV. Unter seiner Regie wuchs der Verein, der sich einst auf einem Häufchen Unzufriedener beim TuRa Harksheide gründete, zu einer rund 3000 Mitglieder starken Interessengemeinschaft in der fünftgrös-sten Stadt Schleswig-Holsteins.
Der Norderstedter SV ist der etwas andere Großsportverein in Norderstedt. Beim NSV kann man Einradfahren, der Verein hat eine eigene Reitanlage und ein Tennisgelände nennt er auch sein eigen. In keinem anderen Norderstedter Sportverein wird Axtwerfen oder Waveboarden angeboten. Auch Angeln oder Trampolinturnen kann man im NSV. „Dies Angebot wollen wir natürlich Erhalten. Es gehört einfach zu unserem Verein“, sagt Geschäftsführer Steffen Liepold. Er hat von dem neuen Führungstrio den wahrscheinlich schwersten Job angetreten. Denn er ist der direkte Nachfolger von Holger Götz. Und eigentlich hatte Götz Liepold als jemanden ausgewählt, der ein sein Fußstapfen tritt. Doch Liepold merkte schnell, dass das nicht geht. „Holger hat eine riesige Schuhgröße vorgelegt. Ich habe schnell gemerkt, dass ich die nicht würde ausfüllen können“, sagt Liepold. So wie Götz beispielsweise sechs Handballteams durch die Saison zu führen, klappte nicht nach Liepolds Vorstellungen. Irgendein Team musste immer mal wieder ohne ihn zum Punktspiel. „Das sorgte für Missstimmung. Ich musste einen anderen Weg gehen“, so Liepold. Denn das Wohl der NSV-Mitglieder liegt ihm genauso am Herzen wie seinem Vorgänger. Und so fing Steffen Liepold an, die Handballabteilung umzustrukturieren. Weniger Teams pro Trainer, dafür ein qualifiziertes Trainerteam. Auch mit seinem Weg hat Liepold Erfolg. Die von ihm trainierte A-Jugend spielt am Sonnabend im Pokalfinale. „Der Pokalsieg wäre ein toller Abschluss unter einer anstrengenden Saison“, sagt Steffen Liepold. Um 16.30 wird die Partie gegen den TuS Esingen im Schulzentrum Süd angepfiffen.
Der Handball ist über die Jahre das prägende Element des Norderstedter SV gewesen. Wenn man auf die Geschäftsstelle kommt, sind die Wände geschmückt mit Teams und Auszeichnungen vergangener Jahre. Doch auch die aktuellen Erfolge des Norderstedter SV können sich sehen lassen. Michel Radloff beispielsweise startete 2010 bei den Europameisterschaften der eh sehr erfolgreichen Trampolinturner, oder die Einradsparte, die zu den erfolgreichsten in Schleswig-Holstein gehört.
Neben exotisch wirkenden Sportarten hat der NSV aber auch klassische Angebote. Fußball und Turnen dürfen in einem Vielspartenverein nicht fehlen, wie auch Schwimmen, Leichtathletik, Fitness oder Tischtennis. „Holger Götz ein einen kurzweiligen Sportmix im NSV aufgebaut. Und bei seiner Amtsübergabe einen sehr gesunden Verein übergeben“, sagt 1.Vorsitzender Thomas Strebel. Eine sehr schwarze Null ziert das Vereinskonto.So soll es natürlich weitergehen. Und Strebel, Müller und Liepold gehen dafür ihren eigenen Weg. Ein fester Bestandteil dieser Strecke sind die mittwöchlichen Sitzungen des Trios. Ohne feste Tagesordnung treffen kommen sie in der NSV-Geschäftsstelle zusammen und reden über anstehende Aufgaben, Probleme und auch, was gerade richtig gut läuft in ihrem Verein. „Wir wollen auf diese Art schnell und flexibel auf Schwierigkeiten und anstehende Aufgaben reagieren können“, erklärt Andreas Müller. Die Verwaltung haben sie schon effektiver gemacht. Und unter Strebels Regie ist die Tennissparte im NSV auch wieder aufgeblüht.
Seit zwei Jahren findet man NSV-Spieler auch bei den Norderstedter Stadtmeisterschaften. Das Führungstrio hat noch viele interessante Ideen parat.
Aber für Strebel, Müller und Liepold steht bei deren Umsetzung immer eines im Vordergrund. Es muss im Sinne der Mitglieder und damit zum Wohle ihres Vereins sein. (tm)
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