Ein Vorbild bei der betrieblichen Ausbildung

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Ausbildungsleiter Wilfried Bäumler mit dem fast ausgelernten Elektroniker Andreas Kleemann.Foto: Fuchs

IHK zu Lübeck zeichnet die Norderstedter Stadtwerke aus

Norderstedt. Die Norderstedter Stadtwerke sind jetzt für ihre „vorbildliche und hervorragende Ausbildung“ ausgezeichnet worden. Bernd Jorkisch, Vizepräses der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck, überreichte Stadtwerke-Leiter Jens Seedorff den Ausbildungs-Award der IHK. Von den 3000 Unternehmen im Kammerbezirk, die ausbilden und zusammen rund 10.000 Lehrstellen anbieten, würden jedes Jahr 20 Firmen mit diesem Preis ausgezeichnet, erklärt Ulrich Hoffmeister, zuständig für Aus- und Weiterbildung bei der IHK. Das städtische Energieversorgungs- und Telekommunikationsunternehmen der Stadt Norderstedt sei die Nummer 17 in diesem Jahr.
Erster Werkleiter Seedorff freute sich sehr darüber, dass das jahrzehntelange Engagement seines noch relativ jungen Unternehmens, was die betriebliche Aus- und Fortbildung angeht, auf diese Weise anerkannt werde. Seit 1967 hätten die Stadtwerke 118 junge Menschen in kaufmännischen und 270 in technischen Berufen ausgebildet. Hinzu kämen 50 junge Leute, die sich zu Fachangestellten für Bäderbetriebe im Erlebnisbad Arriba ausbilden ließen. „Das sind 438 Auszubildende in 45 Jahren.“ Zurzeit lernten 56 junge Menschen solche Berufe wie Elektroniker, Anlagenmechaniker, Industriekaufmann oder –frau sowie Fachkraft für Lagerlogistik.
Lohnende Ausbildung
Sogar Kfz-Mechaniker kann man bei den Norderstedter Stadtwerken werden, die den firmeneigenen Fuhrpark in Schuss halten, sagte Werkleiter Axel Gengelbach. Dass sich diese Ausbildung meist für den Betroffenen wie auch für das Unternehmen gleichermaßen lohne, erläuterte Ausbildungsleiter Wilfried Bäumler. Jeder, der ausgelernt hat, erhalte in der Regel einen Zeitvertrag für mindestens ein weiteres halbes Jahr. Dass das oft der Startschuss für die weitere berufliche Karriere ist, beweist diese Zahl, die Geschäftsführer Seedorff nannte: Von den 335 Mitarbeitern hätte gut die Hälfte mit einer Lehre bei den Stadtwerken begonnen. „Das bedeutet, dass für uns die Ausbildung keine reine soziale Leistung darstellt. Wir haben dadurch konkrete Vorteile für unseren Betriebsablauf.“
Dualer Studiengang
Damit nicht genug. Die Energiewende hat das expandierende Unternehmen zu einer bislang einmaligen Kooperation mit der Fachhochschule Lübeck gebracht, erklärt Werkleiter Theo Weirich. So bieten die Stadtwerke Norderstedt jetzt neuerdings den dualen Studiengang Wirtschafts-Informations-Energie an. Fünf Bachelor hätten gerade ihre Abschlussarbeiten fertiggestellt. Weirich selbst gehört den Dozenten. Er ist bei den Stadtwerken Leiter des erfolgreichen Tochterunternehmens wilhelm.tel, das 250.000 Kunden in Hamburg, Norderstedt und dem Umland über Glasfaserkabel Telefonie, hochauflösendes Fernsehen und im Internet Surfen in Lichtgeschwindigkeit anbietet.
IHK-Vizepräses Jorkisch zeigte sich beeindruckt: „Ihre Ausbildung ist nicht nur quantitativ und qualitativ vorbildlich. Sie ist auch noch innovativ.“ (bf)
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