Ein Zug durch die Gemeinde

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Elisabeth von Bressensdorf lässt sich von einem Mitarbeiter über den neuen Bauhof informieren. Fotos: Jaeger
 
Rathaus-Mitarbeiterin Petra Hafemeister hat sich in den aus Holz geschnitzten Lanz-Bulldog-Trecker „verliebt“.

WochenBlatt geht mit Verwaltungschefin und Bürgervorsteher auf Tour

Von Renate Jaeger
Henstedt-Ulzburg. Das rote Feuerwehrauto auf dem Parkplatz hinter dem Rathaus steht vollgetankt bereit. Heute ist Carsten Schäfer der Steuermann. Der Bürgervorsteher klettert auf den Fahrersitz und macht sich schlau, wie so ein Einsatzfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr überhaupt funktioniert. Der Bürgervorsteher und die 1. Stellvertretende Bürgermeisterin Elisabeth von Bressensdorf haben zu einer Fahrt durch die Gemeinde geladen. Was ist neu, was ist geplant, was könnte verbessert werden?
Das Feuerwehrauto ist besetzt, kein Platz mehr frei. Carsten Schäfer legt den ersten Gang ein und fährt los. Elisabeth von Bressensdorf und die Wochenblatt-Reporterin düsen im Privatwagen der Bürgermeisterin hinterher.
„Es ist allerhand los hier im Sommer“, sagt die Frau, die den vom Amt suspendierten Torsten Thormöhlen vertritt. Hundert Meter weiter, in der Emma-Gärtner-Straße, gleich der erste Hit: Hier wird eine neue Kita gebaut. Der Betreiber wird, das ist ein Novum, das Deutsche Rote Kreuz sein. Gleich nebenan wird am 25. August die Waterloovillestraße eingeweiht mit Gästen aus der englischen Partnerstadt.
Carsten Schäfer stoppt am Tiedenkamp. Hier ist gerade eine neue Kita in einer Villa im Toskanastil eingeweiht worden und schon vollbesetzt. In diesem Gebiet findet am 12. August das HU Sun Race mit Radrennen und Volksfeststimmung statt.
Probleme anpacken
Ein paar Schritte weiter der neue Bauhof mit einer Gesamtfläche von 10.000 Quadratmetern. „Bis Ende August ist er betriebsbereit“, verspricht Bauhofleiter Jens Reimers. Auf dem Gelände steht ein bildhübscher, von Kurt Möller aus einem Baumstamm geschnitzter Lanz-Bulldog-Trecker. Ein Geschenk für einen Kollegen.
Die Karawane zieht weiter. Vorbei an Siebenstücken, wo gerade Wälle zum Schutz der Natur und der dort lebenden Tiere gezogen werden; hinüber zum Ortsteil Henstedt-Rhen, wo die Brüder Walter und Manfred und Sohn Rudolf Wagenhuber vor ihrem abbruchreifen Betonwerk stehen. Gehwegplatten für eine Villa an der Elbchaussee in Hamburg war der letzte Auftrag.
Jetzt sollen nach ihrem Willen ein 14-stöckiges Hochhaus sowie Mehrfamilien- und Reihenhäuser für 700 Menschen gebaut werden. Es gibt noch viele Probleme, aber die Bürgermeisterin sagt: „Man muss Visionen haben, sonst erreicht man nichts.“
Wir reden über das geplante, 70.000 Euro teure Kunstobjekt am Wöddel, über das neue Naturschutzgebiet Lütt Wittmoor, über den zu erhaltenden Standort des Jugendamtes, auch über die mögliche Verlegung der Stromtrasse, an die Westseite der Autobahn A 7.
Wunschtraum
Es ist 12.30 Uhr. „Jetzt wird‘s aber Zeit fürs Mittagessen“, sagt die Geschäftsführende Bürgermeisterin, die im Restaurant „Aurora“ einen Tisch bestellt hat. Sie ordert eine Portion Spaghetti mit Scampis, Carsten Schäfer begnügt sich mit einer knackigen Pizza. „Ich hätte gerne mal wieder mehr Zeit für mich“, sagt Elisabeth von Bressensdorf. „Dann würde ich Holunderblüten pflücken, sie in Bierteig tauchen und in Öl abbacken.“
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