Eine neue Zufahrt fürs Arriba?

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Stadtrat Thomas Bosse mit einer Aufnahme des Freibades – damals für rund 3000 Besucher täglich geplant Fotos: Nowatzky

Stadt wartet auf Angebot des HSV

Von Stefanie Nowatzky

Norderstedt Rund 800.000 Besucher jährlich zählt das Arriba-Erlebnisbad. Die meisten kommen mit dem Auto. Bereits seit Jahren ist die Zufahrt zum Freizeitbad mitten im Wohngebiet Harksheide deshalb ein Thema, Anwohner beschweren sich regelmäßig über den Parksuchverkehr.

Jetzt hat die Diskussion durch eine andere Partei neuen Gesprächsstoff bekommen: Auf der Einladung zur Mitgliederversammlung des Hamburg Sport-Verein e.V steht der mögliche Verkauf eines Teils der Paul Hauenschild Sportplätze in direkter Nachbarschaft. Das 2015 neu eingesetzte Präsidium möchte Verhandlungen mit der Stadt Norderstedt führen und eine 7000 Quadratmeter große Fläche verkaufen. Die darauf aufmerksam gewordenen Anwohner, insbesondere der erst 2013 auf dem Grundstück eines ehemaligen Malereibetriebes erbauten Reihenhäuser, fühlen sich laut einer großen Tageszeitung überfahren und fürchten hohe Belastungen durch eine Zufahrt.
Norderstedts Stadtrat und Baudezernent Thomas Bosse versteht die Aufregung allerdings nicht. Zum einen sei das Thema bereits seit Jahren bekannt, zum anderen wäre eine Zufahrt hier bisher weder konkret geplant, noch werde ein Kauf vor einer vernünftigen Planung abgeschlossen. „Ich weiß noch gar nicht, was der HSV will“, sagt Bosse und bezieht seine Informationen auf Gespräche aus dem Sommer vergangenen Jahres, „Damals habe wir über den möglichen Flächenbedarf und auch die Erwartungen des HSV gesprochen. Das konnten wir uns vorstellen. Zu welchen Bedingungen der Verein jetzt das Grundstück abgeben will, ist mir nicht bekannt.“ Der HSV dazu zum Wochenblatt: „Im Falle eines positiven Votums der Mitgliederversammlung am 26. Juni würde das Präsidium konkrete Verhandlungen mit der Stadt Norderstedt aufnehmen.“
Die Stadt macht kein Hehl aus ihrem Interesse an der Fläche. Denn das alte, 1963 auf der grünen Wiese gebaute Freibad liegt inzwischen mitten im Wohngebiet. „Das hätte heute niemand so geplant“, konstatiert der Baudezernent. Zunächst prüfte die Stadt die Vergrößerung der Parkplätze, später wurde eine Zufahrt über die Schleswig-Holsteinstraße geprüft und 2013 endgültig abgelehnt. Auch das Grundstück, auf dem die Reihenhäuser heute stehen, hatte die Stadt im Visier. „Zu teuer“, berichtet Bosse heute. Sollte der Verein das Grundstück anbieten, will die Stadt genau prüfen, ob die Fläche in Frage kommt. „Gekauft wird erst, wenn das Planverfahren abgeschlossen ist“, so Bosse.
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