Eine Station für Kranke

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Adelheid (72) und Lothar Schäfer (78) freuen sich über jeden Euro in ihren symbolischen „Sparfisch“ Foto: fjk
 
Das Gebäude steht schon. Mit Hilfe aus Langenhorn soll es als Krankenstation Zentrum der medizinischen Versorgung für 28.000 Menschen werden Foto: fjk

Tansania Arbeitskreis „TAK“ plant Langenhorner Projekt

Von Franz-Josef Krause
Langenhorn
Seit mehr als 28 Jahren steht das griffige Kürzel „TAK“ für gelebte Solidarität von Christen der Evangelischen Lutherischen Gemeinden Langenhorns mit Kindern aller Konfessionen im Bereich der Diözese Ulanga – Kilombero im Süden des 945.087 Quadratkilometer großen ostafrikanischen Landes Tansania. Das Gebiet der Diözese umfasst rund 40.000 Quadratkilometer – sie ist also so groß wie Dänemark. Es ging vom ersten Tag an darum, über reine Sach- und Geldleistungen hinaus auch einen Transfer der Herzen aufzubauen. So reisten mehrfach Langenhorner auf eigene Kosten nach Tansania, führten Gespräche und versuchten den Bedarf an Hilfe zu ermitteln.

Kindergarten mit Vorschulfunktion

Adelheid und Lothar Schäfer, die heute den Tansania Arbeitskreis leiten, haben im vergangenen Jahr wieder einmal das ostafrikanische Land besucht. Sie waren dabei, als der nun schon fünfte Kindergarten mit Vorschulfunktion eröffnete, der mit Langenhorner Hilfe errichtet wurde. Ganz wichtig ist es dem „TAK“, dass die geförderten Projekte nicht dauerhaft am Zuwendungs-Tropf aus Hamburg hängen. „In der Bauphase haben wir einheimische, unabhängige Fachleute vor Ort, die in unserem Auftrag den Einsatz der Mittel überwachen und uns gegenüber belegen“, berichtet der früher mit einem eigenen Installateur-Betrieb selbstständige Schäfer, „damit können wir hier Rechenschaft über die Verwendung der Spenden geben. Nach Fertigstellung der Baulichkeiten liegen Betrieb und Finanzierung ganz in den Händen der jeweiligen Kirchengemeinden. So sieht für uns Hilfe zur Selbsthilfe aus.“

Säulen der Entwicklung

Ist Bildung eine Säule für die positive Entwicklung eines Landes, so ist Gesundheit ein nicht weniger wichtiger Faktor. „Bei unserem letzten Besuch machten uns unsere Partner auf ihr Projekt ‚Dispensary – Krankenstation‘ aufmerksam“, erzählt Adelheid Schäfer: „Ein Grundstück war bereits erworben worden. Die notwendigen Ziegelsteine hat man selbst gebrannt und das Gebäude in Eigenhilfe errichtet. Damit waren dann die Eigenmittel erschöpft und man fragte uns, ob wir auch hier helfen können.“ Für die Bewertung des Vorhabens ist es wichtig sich zu vergegenwärtigen, dass Tansania zwar fast dreimal so groß wie Deutschland ist, aber mit rund 54 Millionen Einwohnern nur 66 Prozent der Bewohner hat. Kitete, der Standort der geplanten Krankenstation, hat ein Einzugsgebiet, in dem 28.000 Menschen leben. Hier gibt es bisher keinerlei medizinische Versorgung. Zukünftig soll eine Hebamme und eine Krankenschwester – bezahlt von der Kommune – die Betreuung von Schwangeren sowie von kranken Kindern und Erwachsenen übernehmen und auch die Medikamentenversorgung gewährleisten. Benötigt werden insgesamt 17.000 Euro, wovon aus den Mitteln des „TAK“ bereits 2.700 Euro überwiesen wurden.

Ziel Langenhorner Projekt

„Wir haben den Kostenvoranschlag überprüft, da soll nichts Überflüssiges angeschafft werden“, wirbt Lothar Schäfer um Unterstützung:„Es wäre toll, wenn das Projekt Krankenstation ein Langenhorner Projekt würde. Denn wir leben doch hier in einem Stadtteil mit optimaler Gesundheitsversorgung, die wir alle nicht missen möchten. Einen nur kleinen Bruchteil davon nach Tansania zu exportieren, sollte uns allen am Herzen liegen.“ Deshalb haben die Schäfers für den Arbeitskreis alle Arztpraxen und das Asklepios Klinikum Nord angeschrieben und um Mithilfe gebeten. Selbstverständlich freuen sie sich auch über jede weitere Unterstützung für die Anschubfinanzierung eines Projektes, das, erst einmal gestartet, von Staat und Kirche in Tansania weiter getragen wird und somit kein „Fass ohne Boden“ ist.

Spendenkonto des Tansania Arbeitskreises der Evangelisch Lutherischen Gemeinden Hamburg-Langenhorn: IBAN DE89 520 604 10 550 644 6000, Evangelische Bank Kiel. Spendenbelege werden auf Wunsch zugeschickt
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