Erfolgreiche Jugendarbeit vor Ort

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Claudia Wientapper-Joost zeigt die Sozialräume auf einer Karte

Sozialraumkonzept: Jugendamt und Stadträtin ziehen Bilanz

Norderstedt. Knapp drei Monate nach Einführung des neuen Sozialraumkonzeptes in der Kinder- und Jugendarbeit der Stadt zogen Claudia Wientapper-Joost vom Jugendamt und Stadträtin Anette Reinders vergangene Woche eine erste positive Bilanz.
„Die Zusammenarbeit mit den freien Trägern ist eine große Bereicherung“, sagt Anette Reinders. Mit der Schaffung von vier Sozialräumen konnte die Verwaltung die Jugendarbeit direkt in die Stadtteile bringen. In den Teams vor Ort sind neben Mitarbeitern des Jugendamtes vor allem die lokalen freien Träger tätig.
„Wir betrachten jetzt verstärkt die Umgebung, also den Sozial-Raum, in dem die jungen Leute leben“, sagt die Stadträtin. Geprüft werden die Angebote im jeweiligen Stadtteil, was fehlt und welche Hilfsmöglichkeiten Betroffene in der familiären und sozialen Umgebung genutzt werden können.
Vom Gesamtbudget des Jugendamtes in Höhe von sechs Millionen Euro werden etwa 4,5 Millionen zu gleichen Teilen auf die Arbeit in den vier Sozialräumen verteilt. Claudia Wientapper-Joost, verantwortlich für die Umsetzung des neuen Konzeptes sagt: „Zukünftig wollen wir bei der Budgetverteilung nur noch nach der Zahl der jugendlichen Einwohner gehen.“
Neben klassischen Hilfeleistungen des Jugendamtes wie sozialpädagogischer Familienhilfe oder im Extremfall sogar stationären Maßnahmen sollen künftig mehr Angebote vor Ort genutzt werden.
„Das kann die Organisation von Treffpunkten für junge Mütter sein, die Unterstützung von Nachbarschaftshilfe oder die Arbeit der Vereine“, erklärt Wientapper-Joost. Reinders verspricht sich von der neuen Orientierung vor allem, dass Maßnahmen so längerfristig bestehen bleiben. „Netzwerke, die so geschaffen werden, können viel länger greifen als befristete professionelle Hilfe“, so die Stadträtin. Wichtig ist ihr: „Wir machen nicht für die Menschen etwas, weil wir wissen was gut ist, sondern die Menschen tun selber etwas und wir befähigen sie, ihren eigenen Weg zu gehen.“
Auf Dauer, so hofft sie, wird sich die Zahl der sozialpädagogischen Familienhilfen (2013 mehr als 120) und stationären Maßnahmen, (etwa 50 in 2013) mit dem neuen Konzept verringern. (now)
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