Erlebnisweg durchs Alsterland

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Hannelore Jacobsen am Gedenkstein für ihre Tante Gesa Büttner, mit dessen Erbe die Stadt diesen Rundweg angelegt hat. Im Hintergrund links Erster Stadtrat Thomas Bosse. Foto: Fuchs

20 Kilometer lange Rundwege zum Wandern mit Stationen

Von Burkhard Fuchs

Norderstedt. Die Stadt Norderstedt entwickelt sich immer mehr zu einem Mekka für Liebhaber von erlebnisorientierten Wandertouren und Spaziergängen.
Nach dem Rundweg der Klänge, der die Bürger dazu einlädt, ihre Stadt mit liebevoll installierten Klangspielen akustisch zu erfahren, sind nun zwei weitere Rundwege feierlich eröffnet worden: eine sieben Kilometer lange, geführte Strecke entlang der Tarpenbek-Niederung sowie ein 13 Kilometer langer Erlebnisweg quer durch das Alsterland.

300.000 Euro

„Wir haben jetzt drei tolle Rundwege in der Stadt, auf denen die Norderstedter Bürger ihre Stadt zu Fuß als ein Naturerlebnis mit allen Sinnen erfahren können“, sagte Projektleiterin Anne Ganter vom Amt für ein Nachhaltiges Norderstedt bei der offiziellen Einweihung. Dass es dabei in Strömen regnete, war ein kleiner Wermutstropfen. Aber auch mit Schirm und Regencape sind die festen und barrierefreien Wanderstrecken gut zu erkunden. Gut 300.000 Euro hat die Stadt in diese Naturerlebnis-Wege investiert. Dabei kam ihr ein Zuschuss der Aktivregion Alsterland zugute, die 25.000 Euro aus EU-Fördermitteln beisteuerte. Und das Erbe einer Norderstedter Naturfreundin sorgte mit 150.000 Euro sogar für den Löwenanteil. Denn Gesa Büttner, geborene Harder, die vor drei Jahren verstarb, vermachte der Stadt eine hohe sechsstellige Summe. Einzige Bedingung der wohlhabenden Gönnerin: Das Geld müsse für Umweltprojekte in ihrer Heimatstadt ausgegeben. werden. „Wir sind Gesa Büttner zu großem Dank verpflichtet“, würdigte Erster Stadtrat Thomas Bosse das selbstlose Engagement der edlen Spenderin und enthüllte mit ihrer Nichte Hannelore Jacobsen einen Gedenkstein, der dies entlang des Rundweges im Ossenmoorpark dokumentiert.
„Dieser Rundweg soll die Bürger nicht nur entspannen“, sagte Bosse. „Sie können sich auch an den zahlreichen Info-Tafeln bilden und an den Erlebnis-Stationen spielend unterhalten.“
So laden die einzelnen Stationen die Spaziergänger und Wanderer zum Innehalten und die Natur genießen ein. Zudem erfahren sie unterwegs allerhand Neues über die heimische Tierwelt. Von der Kreuzkröte im Glasmoor über Grasfrosch, Ringelnatter, Star, Fink und Fledermaus bis hin zur Wildbiene – die bunt bebilderten Schautafeln zeigen dem Wanderer, wie diese Tiere und auch typische Pflanzen an der Tarpenbek und Alster leben, sich ernähren und vermehren. Und wer sich von dem anstrengenden Lauf ein wenig erholen will, kann sich auf Bänken ausruhen, Aussichtspunkte genießen und über kleine Brücken balancieren, erklärt Anne Ganter.

Erlebnis-Rundwege


„Wir sprechen mit unseren Rundwegen alle Sinne der Spaziergänger an. Das Erlebnis kommt nicht zu kurz, damit die vielen Informationen über die Natur ihnen nachhaltig im Bewusstsein bleiben.“ Sie hoffe nun, dass die Norderstedter Bürger diese Wege auch aktiv nutzen und erfahren wollen. „Denn der Weg lebt von den Menschen, die auf ihm unterwegs sind.“ (bf)
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