Erste Liebe: Feuerwerk!

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Benjamin Hoop ist ausgebildeter Pyrotechniker. Bei den nationalen Pyrogames in Norderstedt siegt er und kämpft um den Gesamtsieg. Foto: bf
 
Solch spektakuläre Feuerwerk-Figuren zauberten die Hoops in Norderstedts Nachthimmel. Foto: Fuchs

Benjamin Hoops Leidenschaft ist die Pyrotechnik

Von Burkhard Fuchs
Norderstedt/Quickborn. Seine Leidenschaft für die Pyrotechnik fing schon in jungen Jahren an, erinnert sich Benjamin Hoop. „Ich war 15 und fuhr mit meinem Vater vor Silvester zum Raketenkaufen. Seitdem hat mich das Feuerwerk fasziniert und nicht mehr losgelassen.“ Heute gehört der Quickborner, der in Norderstedt bei einem Sanitärgroßhandel arbeitet und meist im Team mit seinem Vater Wilhelm arbeitet, zu den besten Pyrotechnikern bundesweit. Seit Juli touren sie durch ganz Deutschland und messen sich bei den Pyrogames mit anderen Feuerwerkern, wer die beste Leuchtshow in den Abendhimmel zaubert. Anfang September siegten sie mit ihren rund 10.000 musikalisch untermalten Effekten im Norderstedter Stadtpark. Die rund 6000 Zuschauer kürten ihre Show per Handy-Voting zum besten Feuerwerk. „Dieses Heimspiel wollten wir unbedingt gewinnen.“ Und auch beim Eulenfest in Quickborn zündeten Benjamin und Wilhelm Hoop zum vierten Mal das jährliche Feuerwerk.
Benjamins Mutter Heike Hoop erinnert sich noch gut daran, wie alles begann. Da nahm ihr Sohn plötzlich die Silvesterraketen und zündete sie alle auf einmal. „Ich dachte noch: ‚Was soll das bloß?’
Das kostet doch einen Haufen Geld. Aber hinterher sagte ich nur: ‚Mein Gott, wie war das schön.’ Ich hatte sogar Tränen in den Augen. Es war kurz, aber schön. Damit fing es an.“
Benjamin Hoop blieb dabei, verfeinerte seine Technik, baute immer mehr Effekte und Musik ein, koordinierte große und kleinere Raketen zu einem einzigen Ensemble an leuchtenden und funkelnden Mini-Explosionen am Nachthimmel. „Für mich ist es das Schönste, wenn ich merke, wie es den Zuschauern gefällt“, sagt Hoop. „Es gibt nichts Schöneres für mich, als wenn das Publikum applaudiert und vom Feuerwerk begeistert ist.“
Rund 70 Feuerwerke fabriziert der junge Quickborner inzwischen jedes Jahr. Nicht nur zu Silvester, sondern auf Hochzeitsfeiern, Stadt-, Strand- und Betriebsfesten vor allem von Mai bis September.
Noch ist diese Leidenschaft ein Hobby, ein Nebenberuf für ihn. Sein Traum wäre es, sagt der Quickborner, einmal von dieser Feuerwerkerei leben zu können. Dafür müsste er schon für 20 große Feuerwerke gebucht werden, damit dies klappt.
Ein solches Feuerwerk muss von langer Hand geplant sein. Bereits Ende vorigen Jahres hat Benjamin Hoop mit der Vorbereitung für die Norderstedter Leuchtshow begonnen. Die Raketen, Leuchtregen und Funkelschauen müssen ausgewählt und ausprobiert werden. Denn je nach Art und Größe unterscheiden sie sich auch in der Zeit vom Zünden bis zum Explodieren in der Luft. Manche knallen schon nach knapp zwei Sekunden und sprühen die Funken vom Himmel. Andere wiederum brauchten bis zu zehn Sekunden, bis sie auf eine Höhe von 240 Meter fliegen und ihr Schwarzpulver in bunte Regenfontänen verschießen. Damit allein ist es nicht getan. Das „Hoopsche Feuerwerk“ wird zu bestimmten Filmmusiken choreografiert. In Norderstedt waren dies „Sandstorm“ von Durade, eine Ballade von Leona Lewis und der Titelsong der Krimiserie „Protectors“. „Einige begeisterte Zuschauer meinten, dass wir mit Abstand die beste Musikauswahl getroffen hätten.“ (bf)
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