Fahrradparkhaus in Betrieb

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Während des Probebetriebs im Winter nutzten bereits 150 Pendler das Parkhaus regelmäßig Foto: now

450 neue Stellplätze für Norderstedter Pendle

Norderstedt Groß und gläsern steht das neue Fahrradparkhaus seit Dezember zwischen Rathaus und U-Bahnhof, seit Freitag steht es offiziell offen. An 450 Stellplätzen können Norderstedter Pendler nun ihr Räder anschließen. Auf den Metallschienen parken bereits 125 Nutzer regelmäßig ihre Zweiräder, wie Leiter Andreas Pehlgrimm erzählt. Der Mitarbeiter der Awo-Dienste, die das Norderstedter Parkhaus neben Bergedorf als zweiten Standort betreibt, ist selbst überrascht, wie schnell die Norderstedter das Parkhaus angenommen haben. Beim Richtfest im vergangenen Jahr war er noch von einer zweijährigen Anlaufzeit ausgegangen.

24.000 Pendler



Nach dem Probebetrieb über die Wintermonate eröffnet Norderstedts Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote am Freitag das Parkhaus auch ganz offiziell. Rund 24.000 Pendler steigen hier täglich in die U-Bahn, mit dem Parkhaus hofft der Verwaltungschef, dass mehr als bisher mit dem Rad zum Bahnhof fahren. „Der Weg zur echten Fahrradstadt, wie die Stadt Münster zum Beispiel eine ist, ist sicher noch ein Stück weit – aber wir haben in den vergangenen Jahren die Voraussetzungen für den städtischen Radverkehr schon stark verbessert“, sagt Grote. „Das Fahrradparkhaus ist ein weiterer wichtiger Baustein. Die Radstation in zentraler Lage und in unmittelbarer Nähe zur U-Bahn und zum ZOB wird es vor allem für Pendler attraktiver machen, bis hierhin mit dem Rad zu fahren.“ 1,8 Millionen Euro hat die Stadt insgesamt in das Parkhaus investiert, 700.000 Euro davon aus Fördermitteln der Metropolregion Hamburg, des Nahverkehrs Schleswig-Holstein und des Forschungszentrums Jülich. Dafür können Norderstedter und andere Pendler jetzt für 70 Cent pro Tag oder eine Jahreskarte zu 70 Euro ihre Räder trocken, gesichert und videoüberwacht abstellen. Zusätzlich gibt es eine Reparaturwerkstatt, die laut Pehlgrim ebenfalls schon gut ausgelastet ist. Nur der Hinweis auf die Servicestation mit den bisher 4,5 Mitarbeitern ist noch nicht optimal, die meisten Besucher sind zunächst verblüfft, dass es hier auch eine Werkstatt gibt. Mit dem Beginn der Fahrradsaison ist auch noch der Verleih von E-Bikes hinzugekommen. Andreas Pehlgrim bietet die Räder mit einem Unterstützungsmotor bis 25 Kilometer in der Stunde für 29 Euro am Tag an. Oder gleich wochenweise zum ausprobieren. Ebenfalls neu ist auch die Lufttankstelle, die noch in den kommenden Tagen installiert wird. Wie auch entlang der Hauptradwegstrecke an der U-Bahn soll es eine handbetriebene Luftstation geben. „Die sind weniger Vandalismus-anfällig“, weiß Pehlgrim. (now)
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