Faires Handeln im Schulallag lernen

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Juliane Schmidt organisiert in der Lessing-Schule das Fair Trade-Projekt Foto: Nowatzky

Norderstedt ist gutes „Fair Trade Pflaster“ – Lessing Gymnasium ausgezeichnet

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt
Schokoriegel und Schokoloadentafeln in der Schule? Der Verkauf am Lessing Gymnasium ist nicht nur erlaubt, sondern sogar von der Schulleitung gewollt. Denn bei den Süßigkeiten handelt es sich um „Fair Trade“-Produkte, mit deren Kauf die Erzeuger direkt in den Produktionsländern unterstützt werden. Jetzt wurde die Schule als „Fair Trade School“ ausgezeichnet. Albert Röhl, Koordinator für die Kampagne, bezeichnet Norderstedt als „gutes Pflaster für Fair Trade“. Denn das Lessinggymnasium bekam die Auszeichnung bereits als zweite Schule der Stadt. 2014 erhielt das Gymnasium Harksheide den gleichen Titel. Und die Norderstedter Projektgruppe mit „Eine Welt“-Vorstand Franz Maletzke erreichte 2013 die Auszeichnung als Fair Trade Town für die gesamte Stadt. Schon 2007 initiierte Erkundelehrerin Sabine Wiemar mit ihrem Leistungskurs den Fair Trade Point, von dem in jeder großen Pause und bei Veranstaltungen fair gehandelte Produkte verkauft werden. Inzwischen sind über 50 Schülerinnen und Schüler in dem Team. „Wir zeigen, dass es auf der Welt Orte gibt, die vor allem für Kinder nicht so schön sind“, versucht sich Lehrer Tim Schendel an einer Erklärung. Damit aus der jahrelangen intensiven Arbeit von Lehrern und Schülern aber auch die offizielle Anerkennung wurde, kümmerten sich sieben Schülerinnen mit Lehrerin Juliane Schmidt in ihrer Projektwoche um die Bewerbung. Mindestens zwei fair gehandelte Produkte müssen in der Schule regelmäßig verkauft werden – bei rund 600 Euro Warenumschlag alle drei Monate für den Schülerladen kein Problem. Dazu muss das Thema im Unterricht verankert sein, zusätzliche Aktionen, ein Projektteam und schriftlich niedergelegte Regeln zum Fairen Handel runden das Paket ab. Die Lessingschüler feierten die Auszeichnung mit einem A Capella Chor der „Lessingers“ und einem Film über den eigenen Fair Trade Stand. Juliane Schmidt: „Die Schüler organisieren viel selbst: Da werden dann schnell Schlüssel und Kasse geholt und spontan vertreten, wenn der eingeteilte Schüler mal nicht kann.“ Denn die Süßigkeiten und auch der Kaffee sind begehrt – bei Schülern und Lehrern.
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