Fiete – zu Hause in Quickborn geboren

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Rebecca und Mads Leithner mit ihrem kleinen Schatz Fiete und Bürgermeister Thomas Köppl sowie Standesbeamtin Sabine Schröder (r.) Foto: Fuchs

Bürgermeister Köppl beglückwünscht junges Paar zur Hausgeburt

Von Burkhard Fuchs
Quickborn/Norderstedt
Die Stadt Quickborn hat mal wieder einen der heute seltenen Mitbürger, der auch in Quickborn geboren ist. Rebecca Leithner, die mit ihrem Mann Mads erst im Juli vorigen Jahres in die Marienhöhe gezogen ist und die beide in Norderstedt arbeiten, hat vor gut einem Monat ihren ersten Sohn Fiete Johnny Maria in den eigenen vier Wänden zur Welt gebracht. Bürgermeister Thomas Köppl und Standesbeamtin Sabine Schröder, die das Paar im Januar traute, beglückwünschten ihm am Dienstag zum jungen Glück. Für die junge Mutter kam nichts anderes als eine Geburt ihres ersten Kindes zu Hause in Frage, erzählt die 28-Jährige. „Für mich ist die Geburt etwas ganz Natürliches. Dafür brauche ich keine Ärzte“, habe sie mit ihrem Mann beschlossen. Zudem wollte sie dieses besondere Ereignis unbedingt selbstbestimmt erleben und nicht durch Medikamente oder Eingriffe künstlich forciert wissen, begründet sie diesen mutigen Schritt. Seit sie vor vier Jahren einer Freundin bei einer Hausgeburt beigestanden habe, stand für sie fest, dieses „tolle Erlebnis“ auch zu Hause zu erleben.

Stärkung: Nutellabrot


Alles sei gut und ohne Komplikationen verlaufen, freuen sich die jungen Eltern. Mitten in den Geburtswehen habe sie sich noch mit einem Nutellabrot stärken können. Und die Hebamme habe ihr bei allem beigestanden. Dabei sind Hausgeburten heute äußerst selten. „Hausgeburten sind die absolute Ausnahme, die man aus ärztlicher Sicht auch nicht mehr befürworten kann“, rät Dr. Stefan Geist, Leiter der Geburtsklinik der Regio Kliniken, jungen Eltern davon ab. Die Standardgeburt sei heute die Klinikgeburt unter Leitung einer Hebamme oder eines Arztes, erklärt Dr. Geist.

Seltene Hausgeburt


Von den etwa 180 Babys Quickborner Mütter im Jahr werde nur noch eines zu Hause entbunden, sagt Bürgermeister Köppl, der sich umso mehr über seinen jüngsten Mitbürger freut und ihm ein Stofftier schenkte. In den 1960er Jahren waren es noch mehr als 100 im Jahr. Zudem wollte Köppl von der Mutter, die Erzieherin in einer Norderstedter Kita ist, wissen, wann sie denn wieder zu arbeiten gedenke. „Das müssen wir für unsere Krippenplanung wissen.“ Sie wolle nun die ersten 18 Monate mit dem kleinen Fiete zu Hause genießen, sagte die junge und strahlte ihren kleinen Schatz an.
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