Fluglärm-Initiative wird politisch

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Reimer Rathje, Erster Vorsitzender der Wählergemeinschaft „Wir in Norderstedt“, will mit zehn Prozent in die Stadtvertretung einziehen. Foto: Fuchs

Anhänger gründen Wählergemeinschaft

Norderstedt. Die Kommunalwahl am 26. Mai verspricht politisch für Norderstedt noch bunter zu werden. Nach den Grünen, die erstmals wieder antreten, formiert sich jetzt eine neue Wählergemeinschaft unter dem Namen „Wir in Norderstedt“, kurz: WiN. Erster Vorsitzender ist Reimer Rathje aus Garstedt, der diese Vereinigung im vergangenen Frühjahr initiiert hat.

Fluglärm verringern

Rathje und seine inzwischen 30 Mitstreiter haben sich auf die Fahne geschrieben, den Fluglärm insbesondere in Garstedt sowie den Straßenlärm in allen Stadtteilen Norderstedts zu verringern. Die Belastung der Bürger mit Verkehrslärm und Abgasen sei nicht gerecht verteilt, ist Rathje überzeugt. Die Wählergemeinschaft WiN werde auf jeden Fall bei der Kommunalwahl antreten, kündigt Vorsitzender Rathje.

Zehn Prozent angestrebt

Er rechne ihr durchaus gute Chancen aus und sei zuversichtlich, ein Wahlergebnis zwischen fünf und zehn Prozent für seine Gruppierung erreichen zu können. „Zehn Prozent sind nicht unrealistisch“, glaubt er und verweist auf 400 E-Mails von Norderstedter Bürgern, die ihn im vergangenen Dreivierteljahr erreicht hätten. Da äußerten viele Mitbürger ihren konkreten Unmut über Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote und Baudezernent Thomas Bosse, so Rathje. Auch die WiN-Organisation sei unzufrieden mit der Stadtpolitik. So habe seine Wählergemeinschaft noch keine Genehmigung dafür erhalten, sich mit Ständen vor der Kommunalwahl vor dem stark frequentierten Herold-Center aufstellen und um Wählerstimmen werben zu können. Die besten Standplätze seien angeblich den Parteien von CDU und SPD vorbehalten, habe der Hauptausschuss der Stadt beschieden, hat Rathje in der Verwaltung erfahren. „Das halte ich für eine bodenlose Frechheit“, ärgert sich der WiN-Vorsitzende. „Die politischen Gruppierungen müssen doch alle gleichbehandelt werden.“ (bf)
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1 Kommentar
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Manfred Wilke aus Garstedt | 19.02.2013 | 12:36  
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