„Frederik‘s Hof“ startet

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Die Animation zeigt, wie der Genossenschaftsbau aussehen wird Repro: now

Genossenschaftsprojekt gut nachgefragt. Baubeginn im Herbst

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt
Noch steht auf dem Bauplatz an der Lawaetzstraße nur ein Schild. Darauf steht: „Hier soll Norderstedts erster privater Genossenschaftsbau entstehen“. Eigentlich sollte im Frühjahr Baubeginn für „Frederik‘s Hof“ sein, doch noch hat die Norderstedter Politik den B-Plan für das Baugebiet „Westlich Lawaetzstraße“ nicht verabschiedet. Dr. Jasna Baumgarten, Projektleiterin des Bauprojektes, geht davon aus, dass der erste Spatenstich im Herbst erfolgt. Klappt das, können die Bewohner ein Jahr später einziehen. Das Interesse war groß, als Stadtrat Thomas Bosse und die Projektgesellschaft Ting im vergangenen Frühjahr die Pläne für eine private Genossenschaft vorstellten. Gleich am ersten Informationsabend schrieben sich 62 Interessenten für die 30 geplanten Wohnungen ein. Aktuell sind 22 Objekte vergeben und noch acht frei.
Die Wohnungen werden zwischen zwei und fünf Zimmer und 50 bis 115 Quadratmeter Wohnfläche haben, die Hälfte sind öffentlich geförderte Wohnungen. Alle Nutzer kaufen Genossenschaftsanteile. Aus Wohnungsnutzern werden in einer nur auf ein Wohnhaus beschränkten Genossenschaft echte „Genossen“, wie Gruppenleiterin Jutta Rath erklärt.
Sie leitet die Norderstedter Gruppe im Auftrag der Projektgesellschaft bei den monatlichen Treffen, sammelt Wünsche und Ideen und hilft den künftigen Bewohnern, sich zu organisieren. Gerade haben sie einen Aufsichtsrat gewählt. Demnächst wollen die Bewohner einen Küchenausschuss bilden. Denn als Gruppe können die zukünftigen Wohnungsnutzer beim Küchenkauf bessere Konditionen aushandeln.

Bewohner bunt gemischt


Über die Verzögerung waren die künftigen Nachbarn enttäuscht, aber sie nutzen die Zeit, um möglichst viel Planung für die Wohnungen aber auch die Gemeinschaftsräume abzuschließen. „Gleichzeitig wächst das „Wir-Gefühl“, stellt Jutta Rath bei den Terminen fest. Bei einem Interessententreffen auf dem Bauplatz haben sich viele schon kennengelernt, spontan haben sie Kaffee und Kuchen organisiert und ihre Nachbarn erstmals „beschnuppert“. Spannend ist dabei, dass die Wohngemeinschaft eine bunte Mischung von jung und alt, Singles, Paaren und Familien in verschiedenen Lebenssituationen sein wird. „Anders als das Genossenschaftsprojekt „Quick-borns“ im benachbarten Quickborn mit einem Altersschnitt von etwa 50 Jahren, haben wir unser Ziel erreicht“, sagt Jasna Baumgarten. Vom Student bis zum Rentner: alle werden unter einem Dach leben.
Um einen ersten Vorgeschmack auf die geplanten Wohnungen zu haben, hat die Norderstedter Gruppe einen Ausflug nach Quickborn organisiert. Jutta Rath, die selbst in einem ähnlichen Wohnprojekt wohnt, hat dabei vor allem eines beobachtet: „Das war eine tolle Motivation. Zu sehen, dass so ein Projekt wirklich funktioniert.“
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