Freie Fahrt für Norderstedter „Spielplatzpiraten“

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Junge Geflüchtete helfen beim Innenausbau des neuen Spielmobils. Wie bunt es von außen aussehen wird, zeigt Projektleiter Carsten Reichentrog (l.) Foto: Blume

Ab Frühjahr 2017 gibt es für Kinder und Jugendliche zwei neue Spielmobile in der Stadt

Norderstedt Kinder und Jugendliche in Norderstedt bekommen im Frühjahr zwei neue Spielmobile. Zwei VW Crafter ergänzen den bekannten „Fidibus“, der seit vier Jahren in allen Quartieren der Stadt unterwegs ist, um Kindern vor Ort mit Spiel-, Bastel- und Kreativmaterialien abwechslungsreiche Freizeitbeschäftigung zu bieten. „Der Bedarf, Kinder im Spiel zu unterstützen und Impulse zu setzen, ist groß. Bis zu 90 Kinder besuchen uns an den festgelegten Stationen“, weiß Tino Dabergott, Sozialpädagoge der Norderstedter Bildungsgesellschaft. Das Spielmobil-Team nimmt sich Zeit zum Spielen und ist Ansprechpartner bei Problemen – „wir sind für viele Kinder die großen Brüder“, erklärt Erzieher Kay Rickert. Für das Außendesign des neuen Spielmobils „Spielplatzpiraten“, das ab März ausschließlich in Glashütte und Garstedt fahren wird, haben sich die Verantwortlichen Hilfe bei den jungen Besuchern geholt. Über einen Gestaltungswettbewerb an sechs Grundschulen in beiden Stadtteilen kamen über 300 Vorschläge zusammen: Tiere, Bäume, Zwerge und viele Muster – vor allem bunt soll der Wagen werden. Auch der Siegerentwurf, den die Kinder gemeinschaftlich kürten, fällt sofort ins Auge: leuchtende Farbflächen mit fröhlichen Strudeln auf der einen, Mond und Stern auf der anderen Seite. Während die Spielmaterialien für die „Spielplatzpiraten“ – darunter eine multifunktionale Bewegungsbaustelle – bereits ausgesucht sind, gibt es für das neue Jugendmobil lediglich erste Wünsche für die Innenausstattung. Musikanlage, Einbauküche und vor allem WLan-Hotspot ermittelte der Kinder- und Jugendbeirat über eine Ideenwerkstatt. „Mal schauen, was sich realisieren lässt, schließlich soll das Jugendmobil ein attraktiver Treffpunkt für junge Leute werden“, sagt Carsten Reichtrog, Projektleiter vom städtischen Fachbereich Jugendhilfe. 50000 Euro spendierte die Stadt Norderstedt für beide Fahrzeuge. Gefördert wird das Projekt „Jugend stärken im Quartier“ über das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durch den Europäischen Sozialfonds. Der Ausbau erfolgt durch zehn junge Geflüchtete über das Programm „PerjuF“ – „Perspektive für junge Flüchtlinge“. (blu)
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