Gäste führen Regie

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Ina Müller und Markus Sellmann freuen sich auf weitere Interessierte, die beim Sporttheater mitmachen Foto: blu

Mitstreiter für Sporttheater beim TuRA Harksheide gesucht

Von Claudia Blume
Norderstedt
Fußball, Tischtennis und Turnen sind Sportarten, die man in jedem Sportverein findet. Bei TuRa Harksheide gibt es jedoch eine ganz besondere Sparte: Sporttheater. Initiator, Spartenleiter, Trainer und Coach ist Markus Sellmann. Der Inhaber der Gaststätte „101 %“ auf dem TuRa-Gelände ist in seiner Freizeit leidenschaftlicher – und ausgebildeter – Schauspieler, der schon in vielen Produktionen auf der Bühne stand, unter anderem auch vom Theater Pur. „Sportheater ist Improvisations-Theater, das vom Zusammenspiel von Darstellern und Zuschauern lebt“, erklärt Sellmann, „der Sportcharakter entsteht in Wettkämpfen mit anderen Teams. Offiziell vom Deutschen Sportbund anerkannt fand die erste Weltmeisterschaft 2006 sogar in Deutschland statt.“ Montags herrscht in seiner Gaststätte am Exerzierplatz Ruhetag, doch seit Februar findet sich hier jeweils ab 19.30 Uhr eine kleine Gruppe motivierter Theatersportler zwischen 13 und 50 Jahren ein. „Mein Sohn Friedemann wollte unbedingt mitmachen und nun sind wir beide begeistert dabei“, sagt Ina Müller. Eine Bühne ohne Bühnenbild, Schauspieler ohne Kostüme, keine Requisiten, kein Textbuch, keine Technik – das ist Sporttheater. „Wir spielen keine Stücke“, betont der Trainer,“ sondern kurzweilige, maximal fünf Minuten dauernde Rollenspiele, die nach Stichwörtern und Ideen aus dem Publikum entstehen und von den Schauspielern spontan umgesetzt werden.“
So legen die Zuschauer etwa beim Spiel „der Weg“ die Beschaffenheit des Untergrundes fest. Äußerst wackelig auf den Füßen und immer wieder mit schmerzhaft verzogenem Gesicht bahnt sich Alexander Gehrke den Weg über das imaginäre Geröllfeld im Clubraum; er stolpert, fängt sich wieder. „Es macht Spaß, an einem Abend in viele Rollen schlüpfen zu können, den Alltag abzustreifen und seinen Emotionen freien Lauf zu lassen“, meint der Disponent aus Norderstedt, der das Training als Kontrast zu seinem Beruf sieht. Gespielt werden Alltagssituationen, Ungewöhnliches, Absurdes – von Drama bis Komödie. Auch Märchen kommen auf die Bühne. Den ersten Auftritt hatte die Truppe beim TuRa-Helferfest im Sommer. „Vor allem die Moderation des ungewöhnlichen Jodel-Weitsprungs kam besonders gut an“, erinnert sich Markus Sellmann und plant, sich in Zukunft mit Hamburger Gruppen zu messen.
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