Gefahr an den Gleisen

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Von Burkhard Fuchs Ellerau/Quickborn. Die Verkehrssituation am AKN-Bahnhof Tanneneck in Ellerau an der Quickborner Bahnstraße sei für viele Anwohner und Bahnfahrer sehr gefährlich. Darin sind sich die Kommunalpolitiker Quickborns und Elleraus einig. Denn genau hier verlaufen die Gemeindegrenzen, sodass jede Entscheidung ein abgestimmtes Verfahren beider Orte erfordert. So fehlt es an einer Fußgängerampel an der Ecke Bahnstraße/Buchenweg, der Bordstein an der Bahnsteigseite sei zu schmal und die Abstellmögl
 
Das Überqueren der Bahnstraße ist für Ross und Reiter lebensgefährlich. Foto: Fuchs

Verkehrssituation am AKN-Bahnhof Tanneneck verbessern

Von Burkhard Fuchs
Ellerau/Quickborn. Die Verkehrssituation am AKN-Bahnhof Tanneneck in Ellerau an der Quickborner Bahnstraße sei für viele Anwohner und Bahnfahrer sehr gefährlich. Darin sind sich die Kommunalpolitiker Quickborns und Elleraus einig. Denn genau hier verlaufen die Gemeindegrenzen, sodass jede Entscheidung ein abgestimmtes Verfahren beider Orte erfordert.
So fehlt es an einer Fußgängerampel an der Ecke Bahnstraße/Buchenweg, der Bordstein an der Bahnsteigseite sei zu schmal und die Abstellmöglichkeiten für Fahrräder reichten nicht aus, erläutern Elleraus Bürgermeister Eckart Urban, SPD, und Jörn Kruse, CDU, Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses in Quickborn. „Mich haben viele Anwohner angesprochen und auf diese gefährliche Situation am Bahnhof hingewiesen“, sagt Kruse. „Das berührt die Menschen in ihrem täglichen Leben.“
Seit die Bahnstraße in Höhe des Lerchenweges/ Am Felde nicht mehr überquert werden kann, würden mehr Anwohner aus beiden Orten den Zugang zum Bahnhof über den Buchenweg suchen, erklärt Urban.
Auch die Zahl der Schüler, die mit ihrem Fahrrad zum Bahnhof kommen, um dann in die Bahn zu steigen, nehme kontinuierlich zu. Das führt dazu, dass die Fahrräder praktisch überall rund um den Bahnhof abgestellt werden.
Die Verkehrssituation am Bahnhof Tanneneck ist gefährlich. „Dafür müssen wir Abhilfe schaffen“, fordert Jörn Kruse, Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses. Angedacht sei, das städtische Grundstück gegenüber, auf dem bis vor fünf Jahren mobile Heime für Aus- und Übersiedler standen, neu zu bebauen. 30 Sozialwohnungen will Quickborn dort errichten lassen.
Der Bebauungsplan 102 sei bereits aufgestellt, erläutert Fachbereichsleiterin Friederike Walter, zuständig für Stadtentwicklung. Es fehlt noch ein Investor. Im Zuge dieser Bebauung könnten auf dem 5000 Quadratmeter großen Gelände zusätzliche Fahrradständer für Bahnfahrer geschaffen werden. Auch eine Fußgängerampel müsste dort unbedingt zum Bahnhof hin installiert werden, sagt Helga Lohse, zuständige Fachbereichsleiterin für Verkehrsfragen. Um den Bewohnern bis dahin das Überqueren der Bahnstraße zu erleichtern, sollte ein generelles Tempolimit von 30 Stundenkilometern geschaffen werden, sind sich Bürgermeister Urban und Ratsherr Kruse einig. Das sei aber nicht so ohne weiteres möglich, sagt Helga Lohse. „Das müssten wir erst einmal prüfen, indem wir die Fahrzeuge und Fußgänger dort zählen und die Geschwindigkeiten messen.“ Auch die Unfallzahlen und der Rat der Polizei müssten dafür herangezogen werden. Schnell ließe sich das nicht umsetzen, warnt die Amtsleiterin.
Einen weiteren Gefahrenpunkt stelle der schmale Bürgersteig an der Bahnschranke dar. Mütter mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer oder ältere Personen mit Rollatoren hätten dort kaum Platz. Kruse und Urban haben nachgemessen. Der Gehweg ist an dieser Stelle nur einen Meter breit. „Das ist viel zu schmal“, sagt Urban. Der Bürgersteig könnte ohne weiteres auf Kosten der Rechtsabbiegespur verbreitert werden. Beide Kommunalpolitiker wollen jetzt in ihren Gremien diese Vorschläge politisch vorbereiten und auf den Weg bringen.
Die AKN sieht sich bei diesen Fragen nicht in der Pflicht, wie Sprecherin Monika Busch sagt. „Für die Fahrradstellplätze an den Bahnhöfen sind die Städte und Gemeinden zuständig.“ Nur wenn diese die Sicherheit gefährdeten, würde die AKN eingreifen. (bf)
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