Gemeinsam den Verlust verarbeiten

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Bianca Wehner vom Familienzentrum Glashütte Foto: tj

In Glashütte startet ab Mai eine Trauergruppe für Kinder und Jugendliche

Norderstedt Wenn ein geliebter Mensch stirbt, ist für die Hinterbliebenen nichts mehr wie es war. Kinder und Jugendliche können so eine Situation nur schwer ertragen. Hinzu kommt, dass die Angehörigen bei Todesfällen in der Familie selbst damit beschäftigt sind, den Verlsut des Partners oder eines Kindes zu verarbeiten. Im Umfeld der Kinder haben die meisten durch fehlende Erfahrung mit Trauernden Berührungsängste und finden nicht die passenden Worte, um den Betroffenen helfen zu können. Nun haben Mitarbeiter des Vereins „Muschel“ im Familienzentrum Glashütte eine Trauergruppe für Kinder-und Jugendliche initiiert

„Alle sollen voneinander lernen“


„Wir treffen uns acht Mal für jeweils eineinhalb Stunden“, erklärt Alexandra Preuße, Mitarbeiterin des ambulanten Kinderhospizdienstes dessen Zentrale in Bad Segeberg liegt. „Gemeinsam zünden wir für den Menschen, der in unserem Leben fehlt, eine Kerze an“, erklärt Alexandra Preuße. Die trauernden Kinder und Heranwachsenden hören aber auch Geschichten, basteln, schreiben, spielen, experimentieren miteinander. Alexandra Preuße und Susanne Kowalski werden die Trauergruppe leiten. „Gemeinsam wollen wir traurig sein, aber auch wütend oder albern“, erklärt Susanne Kowalski. Die Teilnehmer können Fragen stellen. Alle sollen miteinander und voneinander lernen, mit dem Verlust eines wichtigen Menschen zu leben.
Ein erstes Informationstreffen findet am Donnerstag, 7. Mai, 16.30 Uhr im Familienzentrum Glashütte (Mittelstraße 45) statt. Endgültig starten soll das Angebot ab 21. Mai. Weitere Termine sind der 28.5., 4. Juni, 11. Juni, 18. Juni, 25. Juni, 2. Juli und 9. Juli. Nach den Sommerferien wird wieder am 13. Juli gestartet. „Wir sind immer noch auf der Suche nach ehrenamtlichen Mitarbeitern, die parallel zur Trauerarbeit ein Elterncafé begleiten“, sagt Familienzentrumskoordinatorin Bianca Wehner. Die Diplom-Pädagogin, die gleichzeitig auch die Koordinatorin des Netzwerkes Sozialraum Glashütte ist, hatte sich nach zahlreichen Gesprächen mit Schulsozialarbeitern für eine Kinder-und Jugendtrauergruppe stark gemacht. „Betroffene können zu dem Gruppenangebot auch Einzelgespräche vereinbaren“, sagt Alexandra Preuße. (tj)

Das Team ist unter der Mobilfunknummer 0176/ 77 06 56 78 erreichbar
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