Gibt es bald eine Reptilieneinheit?

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Schlangenexperte Jan Knoll, der hauptberuflich als Hauptbrandmeister bei der Berufsfeuerwehr in Hamburg arbeitet, mit einer Albino-Kornnatter auf dem Arm. Foto: Jaeger

Kreisfeuerwehrverband soll darüber entscheiden

Henstedt-Ulzburg. Brandmeister Jan Knoll wartet auf Post. Jeden Tag schaut der 36-jährige Stellvertretende Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Henstedt-Ulzburg in den Briefkasten, ob er endlich Antwort auf sein Schreiben bekommt, dass er vor etwa drei Wochen an den Kreisfeuerwehrverband in Bad Segeberg geschickt hatte.
Jan Knoll gilt als der regionale Schlangenexperte und ist in dieser Eigenschaft bei der Feuerwehr der beauftragte Fachbereichsleiter für Tierrettung, Schwerpunkt Reptilien.
Nun sollte auf der letzten Sitzung des Feuerwehrausschusses die Einrichtung einer Reptilieneinheit erörtert werden, die Knoll übernehmen soll.
Die Wehrführung sprach sich für die Einrichtung aus, Pflichten der Feuerwehr nach dem Brandschutzgesetz, Kosten, Kostenerstattung sowie die Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften wurden ausführlich besprochen.
Die CDU sprach sich gegen die Einrichtung aus, regte dafür an, den Kreis Segeberg in diese Angelegenheit mit einzubeziehen.
Die Feuerwehr ging auf den Kompromissvorschlag ein, Gespräche über die Einrichtung einer Reptilieneinheit beim Kreisfeuerwehrverband zu führen. Eine Antwort steht noch aus.
Unterdessen ist Jan Knoll als Schlangenexperte weiterhin im Einsatz. Vor einigen Tagen holte ihn die Polizei abends um 23 Uhr mit einem Telefonanruf aus dem Bett. In Bad Bramstedt war eine Schlange entdeckt worden. Da war Jan Knolls Rat wieder einmal gefragt. (rj)
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