Götzberger Mühle: Heiße Luft gegen den Holzwurm

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Das beliebte Ausflugsziel, die Götzberger Windmühle, ist nun frei von Holzwürmern
Henstedt-Ulzburg. „Der Holzwurm kommt nicht wieder“, glaubt Wolfgang Sievers. Zwei Tage hat der Vorsitzende des Vereins Götzberger Windmühle zugeschaut, wie professionelle Schädlingsbekämpfer den Nagekäfern in der 136 Jahre alten Mühle auf den Pelz rückten.
Schädlingsbekämpfer Wolfgang Szemjonneck hatte es dem Vereinsvorstand schon nach der ersten Ortsbesichtigung versprochen: „Der Holzwurm wird Ihnen keine Sorgen mehr bereiten, wenn wir gegen ihn antreten.“ Nachdem der Holzwurm sich seit mehreren Jahren in der Mühle breit gemacht hatte, war das Gebäude sogar einsturzgefährdet. Der Verein Götzberger Windmühle sammelte 14.000 Euro, um die Aktion zu finanzieren. Ein Großteil des Geldes stammt von Spendengeldern des Denkmalfonds Schleswig-Holstein in Kiel, von der Stiftung Denkmalschutz in Bonn, von der Stiftung Sparkasse Südholstein in Pinneberg und von der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landschaft in Kiel, der Rest steuerte der Verein aus Eigenmitteln bei.
„Wir wollen die Götzberger Mühle auch in den nächsten 30 Jahren in einem erstklassigen Zustand erhalten, denn solange dauert unser Nutzungsvertrag mit der Eigentümerfamilie“, sagte Wolfgang Sievers. Aus extrastarken Heizgerät bliesen die Schädlingsbekämpfer große Mengen heißer Luft ins Innere der Windmühle. Diesen Prozess wiederholten sie zwei Tage lang. Dann waren die Käfer, Larven und Eier im Holzinneren, die Temperaturen von 56 Grad nicht vertragen können, abgetötet. (rj)
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