Grünfläche wird schick gemacht

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Es kann losgehen mit der Neugestaltung des Ossenmoorparks. Im Ausschuss für Stadtentwicklung- und Verkehr wurde der Maßnahmenkatalog des Parkpflege- und Entwicklungsplans vorgestellt und gebilligt Quelle: Landschaftplanungsbüro Jacob

Bis 2019 will Norderstedt Ossenmoorpark modernisieren. Kosten: 250.000 Euro

Von Claudia Blume
Norderstedt
Es kann losgehen mit der Neugestaltung des Ossenmoorparks. Im Ausschuss für Stadtentwicklung- und Verkehr wurde der Maßnahmenkatalog des Parkpflege- und Entwicklungsplans vorgestellt und gebilligt. Mit unterschiedlichen Prioritäten für zwölf Grünflächen, Parkanlagen und Spielorte vom Ochsenzoll bis zur Mittelstraße ist eine Umsetzung innerhalb von vier Jahren vorgesehen. Doch nicht alle Vorschläge des Landschaftsplanungsbüros Jacob finden Anklang bei Anwohnern und Parknutzern – darunter 200 organisiert im Förderkreis Ossenmoorpark e.V.

Ökologischen Aspekt mehr berücksichtigen


„Zwar sind viele unserer Vorschläge aufgenommen worden, dennoch möchten wir, dass der ökologische Aspekt mehr berücksichtigt wird“, sagt der Vorsitzende Jürgen Feddern. „Wir brauchen keinen schicken Park für Sport- und Freizeitnutzung, denn das bringt manche Pflanzen und Tiere in Bedrängnis.“ Etwa den Grünspecht, der im einem kleinen Waldstück am Glashütter Damm sein Refugium hat. Geplant ist dort ein Hundeauslauf - unter Erhaltung der Spechtbäume.

„Das macht keinen Sinn, denn der Betrieb würde den Vogel vertreiben. Warum nicht den Hundespielplatz auf die andere Straßenseite verlegen? Jürgen Feddern

„Das macht keinen Sinn, denn der Betrieb würde den Vogel vertreiben. Warum nicht den Hundespielplatz auf die andere Straßenseite verlegen?“, schlägt Feddern vor. Auch kritisiert er die geplante Breite des Hauptweges durch den gesamten Grünzug. „Drei Meter sind überdimensioniert. 2,50 Meter tun es auch und es geht kein weiterer Naturraum verloren.“ Als eine der ersten Maßnahmen soll an der Festwiese und im Park der Entspannung ausgelichtet und freigeschnitten werden. „Aber mit Augenmerk und nicht auf den Stock setzen wie vor Jahren geschehen“, bittet Feddern. Was im Entwicklungsplan „Wasser erlebbar machen“ heißt, darf nicht bedeuten, dass Sumpf- und Binsenflächen verschwinden, da dort Pflanzen leben, die sonst nirgendwo im Park zu finden sind. Christine Rimka hat ein offenes Ohr für diese Bedenken. „Es ist ein Gewinn für die Stadt, dass sich die Bürger einbringen“, sagt die Leiterin des Amtes für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr. „Auf ihren Wunsch hin, beginnen wir in diesem Jahr mit der Umsetzung des Spielortes Poppenbütteler Straße und der Naturfläche Müllerstraße.“ Geplant sind ein Hundeauslauf und eine Aufwertung dieses Bereiches, der mit zwei nackten Torrahmen und ein paar Kleinkinderspielgeräten bisher trostlos wirkt. 250.000 Euro sind für eine Neugestaltung vorgesehen. „Hierzu wird es im April erneut eine Bürgerbeteiligung geben“, so Rimka. Bis zum 15. März werden wegen Sturmschäden vor allem im Bereich des Bolzplatzes 20 Nadelbäume gefällt und im Zuge des Waldumbaus durch Laubbäume ersetzt, die Winterstürmen durch Laubabwurf weniger Angriffsfläche bieten.
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