Grundstein für Tesa-Bau

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Legten den symbolischen Grundstein für die neue Tesa-Zentrale: Staatssekretär Ralph Müller-Beck (v.l.), Vorstandschef Thomas Schlegel und Norderstedts Erster Stadtrat Thomas Bosse
Norderstedt. Es war ein Tag der Superlative. „Ich stehe hier mit Stolz geschwellter Brust“, sagte Stadtrat Thomas Bosse. Er strahlte bei der Grundsteinlegung des Tesa-Zentrale mit Forschungs- und Technologiezentrum an der Niendorfer Straße.
Der Klebemittelhersteller baut im Süden der größten Stadt des Kreises das Zentrum seiner unternehmerischen Aktivitäten. Kosten: 160 Millionen Euro. 2015 sollen alle 900 Mitarbeiter einziehen, die zurzeit an drei verschiedenen Hamburger Standorten arbeiten.
„Das ist eine der größten, wenn nicht die größte Unternehmensansiedlung in der Geschichte unseres Landes“, stellte Staatssekretär Ralph Müller-Beck fest, der eigens vom Wirtschaftsministerium in Kiel nach Norderstedt kam, um die Bedeutung des Engagements der Firma Tesa für Schleswig-Holstein zu deutlichen. Welche Dimensionen dieses Projekt für sein Unternehmen hat, führte Vorstandschef Thomas Schlegel aus. So stehen sieben Baukräne auf dem knapp neun Hektar großen Gelände in Flughafennähe. 70 Bauarbeiter sind zurzeit an dieser wohl größten Baustelle im Süden Schleswig-Holsteins gleichzeitig im Einsatz. „Dank der guten Planung und der guten Zusammenarbeit der Gewerke sind wir voll im Zeit- und Kostenplan“, sagte Schlegel.
Das neue „Headquarter“ von Tesa sei nicht einfach nur ein neues Gebäude für den Klebemittelhersteller des Hamburger Beiersdorf-Konzerns. „Wir führen hier zum ersten Mal die Bereiche Forschung und Entwicklung, die Verwaltung mit dem Marketing und das Technologiezentrum zusammen, wo wir neue Produkte in Pilotanlagen ausprobieren.“

Tesa feierte vergangene Woche Grundsteinlegung ihres neuen Firmensitzes in Norderstedt. Das Unternehmen sei hoch innovativ und produktiv, betonte Vorstandschef Schlegel. So würden jedes Jahr 70 neue Patente angemeldet. 80 Prozent des Umsatzes von einer Milliarde Euro steuerten Klebebänder und selbstklebende Systemlösungen für die Industrie bei.
So seien fast in jedem Auto heute 50 verschiedene Tesa-Komponenten und in jedem Smartphon 20 Tesa-Produkte eingebaut. „Wir wollen an unserem neuen Standort in Norderstedt kräftig weiterwachsen“, kündigte der Firmenchef an. „Wir legen hier den Grundstein für unsere zweite Umsatz-Milliarde.“
„Die Landesregierung wird Tesa nach Kräften unterstützen,“ sagte Bosse. „Sie können in Norderstedt arbeiten und wohnen.“ Nach Wunsch biete er der Belegschaft Bustouren zu den interessantesten Orten in der Stadt an, damit diese feststellen könnten, dass „nördlich von Hamburg nicht Südschweden anfängt“. Kein Wort verlor Vorstandschef Schlegel mehr über den Ärger, die der Baubeginn Anfang 2013 in der Nachbarschaft verursacht hatte. Wochen dauerte es, bis die 1200 bis zu
18 Meter langen Borpfähle in die Erde gerammt waren, auf die das 280.000 Kubikmeter umbauten Raum umfassende Gebäude mit einer Brutto-Geschossfläche von 65.000 Quadratmetern stehen wird. Doch dieser Ärger um die sehr lauten Rammgeräusche sei längst bei den Anwohnern verflogen, versichert Tesa-Sprecher Reinhart Martin. „Wir haben alle Nachbarn im April zu einem großen Grillfest auf das Gelände eingeladen und 450 Menschen waren auf der Baustelle.“ (bf)
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