Hilfe bei Schmerz, Sucht und Schlaflosigkeit

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Die Organisatoren: Chefarzt Dr. Peter Flesch (v.l.), Angelika Kahlert, Bärbel Blume und Hans Jenicke. Foto: Fuchs

Fachärzte-Symposium bietet Experten und betroffenen Senioren Beratung

Norderstedt. Das siebte Symposium zur Altersmedizin im Rathaus widmet sich am Freitag, 8. Februar, „den dunklen Themen in der Altersmedizin“, kündigt Mitveranstalter Dr. Peter Flesch an. Von 10.30 bis 19.30 Uhr geht es an in der TriBühne um „Schlaf, Schmerz und Sucht“ bei älteren Menschen, sagt der Chefarzt der Geriatrie in der Asklepios-Klinik Nord-Ochsenzoll.
Diese Fachtagung für Ärzte, Kranken- und Altenpfleger, Ergo- und Physiotherapeuten sowie interessierte Laien veranstaltet das nördlichste Hamburger Krankenhaus mit großem Einzugsbereich in den Kreis Segeberg hinein wieder in Kooperation mit dem Seniorenbeirat, der Stadt, den örtlichen Pflegeheimen, dem Ärzteverein und der Alzheimer-Gesellschaft des Kreises Segeberg. Das Programm ist aufgeteilt in rund zwei Dutzend Workshops am Vormittag und Nachmittag, die 20 Fachärzte leiten, sowie einen öffentlichen Vortrag, der um 18 Uhr beginnt und das Symposium beschließen wird. Darin wird der Mediziner Klaus Dörner zum Thema „Lebenssatt und todessüchtig – Einstellungen zum Dasein im Laufe des Lebens“ sprechen.

Viele Ältere betroffen

Die Themen Sucht, Schlaflosigkeit und Schmerz beträfen viele ältere Menschen, weiß der erfahrene Mediziner Dr. Flesch. Allein in seiner Geriatrie-Abteilung behandelt er jedes Jahr etwa 2500 Patienten. Dr. Flesch: „Alle Schlafmittel machen definitiv nach zwei bis drei Wochen abhängig.“ Valium, das krampflösend und schmerzstillend wirkt, verursachten wiederum erhebliche Schlafstörungen, erklärt der Mediziner diese Wechselwirkungen, der viele Jahre ein Schlaflabor geleitet hat. Dabei gebe es in vielen Fällen Alternativen zur Medikamentenversorgung, sagt Dr. Flesch. Physiotherapie, Wärme, Kälte, Strom oder lokale Anästhesie könnten ebenfalls hilfreich sein, ohne dass die ungewollten Nebenwirkungen aufträten.
Fachvorträge zum Thema Demenz, die am dritten Donnerstag eines Monats, 17 Uhr, im Haus 4 der Asklepios-Klinik Nord (Henry-Schütz-Allee 3) beginnen, sind kostenfrei. Die Teilnahme am Symposium ist kostenpflichtig. (bf)
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