„Ich war sprachlos“

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Brigitte Schippmann (l.) erhielt Orden und Urkunde von Schleswig-Holsteins Kulturministerin Anke Spoorendonk Foto: Frank Peter

Bundesverdienstkreuz für Brigitte „Schippi“ Schippmann aus Tangstedt

Von Claudia Blume
Tangstedt
Der offizielle Brief aus Kiel erreichte Brigitte Schippmann Mitte April an ihrem 40. Hochzeitstag – mit ganz besonderen Glückwünschen: „... freuen wir uns Ihnen mitzuteilen, dass Sie von Bundespräsident Joachim Gauck mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden sind.“ „Ich war zunächst sprachlos“, erinnert sich die 63-Jährige. Und das passiert der quirligen Frau nicht oft. Am 2. Mai erhielt die Tangstedterin in der Kieler Staatskanzlei zusammen mit sechs weiteren Schleswig-Holsteinern aus der Hand von Kulturministerin Anke Spoorendonk Orden und Ernennungsurkunde als besondere Würdigung ihrer Verdienste um das Gemeinwohl. Seit über 30 Jahren engagiert sich Brigitte Schippmann ehrenamtlich in ihrer Gemeinde. Mit dem Kinderturnen fing es in den 1980iger Jahren an, sieben Jahre begleitete sie die Kinderkirche, unterstützte Kita und Grundschule als „Lese-Mama“ sowie bei Ausflügen. Neben der Kommunalpolitik war sie Schöffin in Norderstedt und Schiedsfrau in Tangstedt, wirkt seit 15 Jahren im örtlichen Förderverein Naturschutz mit. Darüber hinaus arbeitet die gebürtige Oberfränkin seit 18 Jahren intensiv im Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes – derzeit im Vorstand – und war 2014 Mitbegründerin der Bürgerstiftung Tangstedt. Seit 2003 begleitet die Powerfrau Asylsuchende und geflüchtete Menschen, richtet Wohnungen für sie ein und stellt wichtige Kontakte her. Anlaufstelle und Schaltzentrale für alle Aktivitäten war bis Mitte vergangenen Jahres ihr Laden in der Dorfmitte. Hier liefen alle Fäden zusammen. Ohne viele Nachfragen leistete „Schippi“ praktische Hilfe für jeden – sei es einem Grundschüler, der mit mäßigen Zeugnisnoten als erstes zu ihr kam, Mut zuzusprechen als auch ein dringend benötigtes Babybettchen für eine neu angekommene syrische Familie zu beschaffen. „Ich habe zum Glück lange Arme“, kommentiert die frisch gebackene Ordensträgerin augenzwinkernd. Helfen ist eine Selbstverständlichkeit für die bekennende Optimistin, um das sie kein Aufheben macht. Auf ihre Zusagen ist Verlass, klare Ansagen ihr Markenzeichen. „Auf die Uhr habe ich nie geschaut, aber dafür gesorgt, dass meine Familie nicht zu kurz kommt.“
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