Ihr Beitrag: 'Späte Flieger ...' im Wochenblatt Nr. 20 (bf)

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Sehr geehrte Damen und Herren,

das Thema Fluglärm wird bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr in Norderstedt wohl wieder eine große Rolle spielen. Ihren o.a. Artikel habe ich daher mit großer Aufmerksamkeit gelesen.

Vornweg: Fluglärm ist unangenehm! Fluglärm ist aber auch ein extrem komplexes Thema das in die Bereiche Politik, Recht, Soziales, Medizin,Technik, Wirtschaft, private und öffentliche Belange u.a. eingreift. St. Florian ist allgegenwärtig und das Wort 'Gerechtigkeit' wird in alle Richtungen verbogen. Kaum jemand ist sich darüber im Klaren, daß jede irgendwo gefeierte 'Problemlösung' nichts weiter ist, als eine Problemverlagerung oder -transformation in einen anderen Bereich.

Der 'Helmut Schmidt'-Flughafen ist nun einmal ein wirtschaftlicher, urbaner Motor mit Vor- und Nachteilen, mal für den Einen, den Anderen oder die Gemeinschaft. Rosinenpickerei der Vorteile und abschieben der Nachteile auf die Nachbarn oder Fluggäste ist unfair, unseriös und egoistisch.

Warum ist noch niemand auf die Idee gekommen, bestimmte Flugzeugtypen oder Starts und Landungen zu bestimmten Zeiten nach Lübeck zu verlagern? Dort ist man über jede Flugbewegung dankbar. Und mit einer Schnellverbindung Lübeck-Flugplatz nach Hamburg könnte dies zu einem Drehpunkt für das Norddeutsche Wirtschaftszentrum werden.

Nun zu dem o.a. Beitrag:

Ihrer Ansicht, daß von dem genannten 16 Punkte-Plan insbesondere die nördlichen Gemeinden profitieren, kann ich nicht folgen. Denn, nach Punkt 10 sind die Bahnbenutzungsregeln strikt einzuhalten. Und die besagen, das für die lärmrelevanten Starts die Nordbahn (33) zu benutzen ist ...
und das war bisher auch schon so ... und das heißt: Es ändert sich nichts.

Die Anzahl von 2340 Fluglärmbeschwerden ist mit großer Vorsicht zu bewerten. Derartige 'Beschwerden' können automatisiert mit 2-3 Clicks abgegeben werden und haben damit keine Qualität. Da diese von nur 81 Beschwerdeführern stammen, bestätigt das meine Vermutung.

Das Herr Köppl Zuschläge zu den Lande- und Startgebühren als 'Bekenntnis zum Lärmschutz' ansieht finde ich bemerkenswert. Es zeigt, daß die Fluglärm-Zusammenhänge wohl doch sehr schwer zu verstehen sind. Den 'Schwarzen Peter' haben nun Wirtschaft und Fluggäste ... und Herr Köppl klopft sich auf die Schulter.
H.H.
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