Junge Messe für Schüler

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Die Werkzeugbau-Firma Mohr aus Bönningstedt präsentiert sich auch auf der Jungen Messe in Norderstedt. Foto: Fuchs

64 Aussteller präsentieren 97 verschiedene Berufe

Norderstedt. Der Sinn und Zweck dieser Veranstaltung hat sich längst gewandelt. War es 1996 die berufliche Perspektivlosigkeit vieler Jugendlichen, die den damals Pastor Gunnar Urbach dazu veranlasste, diese erste und immer noch größte Lehrstellenbörse in der Region ins Leben zu rufen. So ist es heute die Wirtschaft, die angesichts des demographischen Wandels um ihre Nachwuchskräfte bangen muss, die die „Junge Messe“ am Leben hält und immer wachsen lässt.
So präsentieren bei der 16. Jungen Messe am 7. und 8. September im Norderstedter Rathaus 64 Betriebe und Hochschulen aller Art 97 verschiedene Berufsgruppen. „Wir sind schon seit Mai ausgebucht“, freut sich Organisator Rajas Thiele von der TriBühne und stellt fest: „Das ist die größte Ausbildungsmesse in der Region.“
Und immer neue Firmen begreifen diese Messe als eine Kontaktbörse zu den jungen Menschen, die sie für ihre Ausbildung, Arbeit, Verwaltung, Marketing und Produktion gewinnen wollen.
Wie die Volksbank Norderstedt, die seit vielen Jahren auch als Sponsor und Mitveranstalter auftritt. „Jedes Jahr gelingt es uns, direkt von der Messe einen neuen Auszubildenden zu rekrutieren“, sagt Marketingchef Volker Großmann.
Die Genossenschaftsbank bringe sogar am Eröffnungstag 80 Schüler vom Firmensitz in Elmshorn kostenlos nach Norderstedt zur Jungen Messe, erklärt er. „Wir sind auf junge Nachwuchskräfte angewiesen, um alters- und familienbedingte Fluktuation auszugleichen.“ Die umgekehrten Spielregeln zu Gunsten der Schulabgänger haben inzwischen die meisten Unternehmen erkannt, ist Marie-Kathrin Weidner vom Norderstedter Marketingverein überzeugt.
„Die Jugendlichen sind heute darauf bedacht, auch den Sinn und Zweck der Ausbildung zu verstehen.“ Darum suchen sie den direkten Kontakt zu den Unternehmen, die wiederum eigene Auszubildende des zweiten oder dritten Lehrjahrs mitbringen, um den Schülern in ihrer Sprache die Berufsausbildung zu erklären.
Und dieses persönliche Gespräch hält Veranstalter Thiele auch in Zeiten von Internet und mobilen sozialen Netzwerken für „unersetzbar“. Der Freitag der erste Tag der Messe, werde meist von 3000 bis 4000 Schülern aus den Landkreisen Segeberg und Pinneberg besucht.
Die Berufsbilder, die sie hier vorfinden, reichen von Altenpfleger bis zu Zerspanungsmechaniker, die Studiengänge vom Bachelor of Arts für Betriebswirtschaft bis zum Studium der Sozialversicherung.
Auch Auslandsaufenthalte von Aupair bis Sprachreisen können hier ausgiebig besprochen und hinterfragt werden. Vorträge zu Bewerbungstrainings, Karrierechancen und Teilzeitausbildung runde das Angebot ab. (bf)

Die Junge Messe ist am Freitag von 8 bis 15 Uhr und am Sonnabend von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
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