Karstadt will 2000 Stellen abbauen

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Norderstedts Filialleiter Karl Peter Knoll darf sich wie seine 100 Mitarbeiter dieses Jahr erstmals nach sechs Jahren wieder auf Weihnachtsgeld freuen. Foto: Fuchs

Konzernsprecher: Auswirkungen auf das Warenhaus in Norderstedt noch unklar

Norderstedt. Karstadt kommt nicht zur Ruhe. Jetzt sollen 2000 Stellen abgebaut werden, kündigte der Vorstand der Berggruen-Gruppe an. Inwieweit Karstadt in Norderstedt vom Stellenabbau betroffen sein wird, ist noch unklar.
Würde der Personalabbau (minus acht Prozent) auf Norderstedt umgelegt, wären dort umgerechnet acht Arbeitsplätze bedroht.
Aber soweit muss es nicht kommen, betont Konzernsprecher Stefan Hartwig auf Nachfrage. Inwieweit sich der Stellenabbau auf die 83 Warenhäuser, 28 Sporthäuser, drei Premium-Häuser und die Hauptverwaltung mit ihren 1000 Beschäftigten auswirkt, stehe überhaupt noch nicht fest, versichert Hartwig. „Wir setzen auf freiwillige Lösungen und das muss auch noch mit dem Betriebsrat abgesprochen werden.“ So könnten einige Mitarbeiter, die ohnehin kurz vor ihrer Pensionierung stehen, frühzeitiger aus dem Unternehmen ausscheiden, glaubt Hartwig. Auch befristete Verträge sollen nicht verlängert werden. Das alles solle so sozialverträglich wie möglich ablaufen. „Es werden auch keine Standorte geschlossen“, zitiert er Konzernchef Jennings.
Dieser hatte das Sanierungskonzept so begründet: „So schmerzhaft diese Maßnahmen für die betroffenen Mitarbeiter sind, so notwendig sind sie. Karstadt muss seine Organisation anpassen, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben“. Zugleich kündigte Jennings an, dass Karstadt zum 1. September wieder zum Flächentarifvertrag zurückkehren werde. Damit erhielten die Mitarbeiter wieder ihre vollen Bezüge wie vor dem zeitlich befristeten Verzicht. Sie würden also in diesem Jahr erstmals nach sechs Jahren wieder Weihnachtsgeld und ab nächstem Jahr wieder Urlaubsgeld ausgezahlt bekommen. (bf)
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