Kinder lernen das Klima zu schützen

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Die kleinen Klimaretter freuten sich über ihre Geschenke Foto: Fuchs
Norderstedt: Kirchenplatz 2C |

Evangelischer Kindergarten Falkenberg in Norderstedt geehrt

Burkhard Fuchs
Norderstedt
Für ihre nachhaltigen Bildungsinitiativen sind jetzt wieder Kindergärten aus Hamburg und dem Umland von der Hamburger Umweltstiftung „Save our Future“ ausgezeichnet worden. Aus Norderstedt hat der evangelische Kindergarten der Falkenbergkirche diesen „Klimaretter-Preis“ erhalten. Kita-Leiterin Claudia Hußmann-Lindner konnte den Preis bereits das zweite Mal in Empfang nehmen. 85 Kinder hätten sich mit den 18 pädagogischen Fachkräften ein Jahr lang mit der „Vielfalt des Kita-Gartens“ beschäftigt, berichtete sie. Dabei wurde der Nutzgarten auf dem Gelände der Kita um ein Gemüse- und Hochbeet erweitert und eine Kompostkiste in Betrieb genommen. Dabei seien die Kinder daran beteiligt worden, was angepflanzt und wie die Ernte verwertet wird. „Ausflüge zu einem Gartencenter und einem Erdbeerfeld waren Teil dieser Bildungsarbeit“, erzählte die Initiatorin. In regelrechten Obst- und Gemüse-Forschertagen lernten die Kinder neue Sorten kennen. Nach der Beschäftigung mit dem regionalen Obst- und Gemüseanbau solle es nun auch um den fairen Handel von Produkten aus Übersee wie Bananen und Kakao gehen. Mit der Kompostkiste richteten die Erzieherinnen zudem das Blickfeld der Kinder auf das Thema Abfall. Gemeinsam wurden Strategien zur Abfallvermeidung und Mülltrennung erarbeitet und der Norderstedter Recyclinghof in der Oststraße besucht. „Um auch konkret etwas vor Ort zu tun, hat die Kita am Norderstedter Stadtputz teilgenommen und die nahegelegenen Naturflächen von Müll und Unrat befreit“, berichtete die Kita-Leiterin.

Vorbildliche Kita

Auch bei den täglichen Lebensmitteln geht die Kita Falkenberg vorbildlich voran. Sie kauft ihr Brot beim lokalen Bäcker, das Obst kommt vom Bio-Obst-Händler aus der Nachbarschaft. Und sogar der Essenslieferant wurde gewechselt, sodass das Essen nun in Bio-Qualität und reduziertem Fleischanteil geliefert werde, erklärte Hußmann-Lindner. Bei Papier, Beleuchtung und Reinigungsmitteln achte die Kita auf Umweltverträglichkeit und Effizienz. „Das ist aktiver Klimaschutz“, würdigte Jens Ohde von der Preis-Jury diesen Einsatz für den Natur- und Klimaschutz. Seit 2012 sind inzwischen 36 Kindergärten mit rund 4000 Kindern mit dem Klimaretter-Preis ausgezeichnet worden.
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1 Kommentar
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Rainer Stelling aus St. Georg | 17.10.2017 | 05:46  
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