„Kinderküche auf Tour“ zu Gast in Tangstedt

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Die „Kinderküche on Tour“ hatte alle Lebensmittel und Küchenutensilien für das Koch-Event mitgebracht Foto: blu

Grundschüler kochen gesundes Essen mit viel Spaß

Von Claudia Blume
Tangstedt
Mit Schwung schneidet Robin die Birne in der Mitte durch. „Das macht viel mehr Spaß als Mathe“, ruft der Zehnjährige fröhlich. Statt Unterricht wurde am Freitag geschnibbelt, gerührt und gekocht, denn die „Kinderküche auf Tour“ war zu Gast in der Grundschule Tangstedt. Im Rahmen der Stormarner Kindertage und in Kooperation mit dem Deutschen Kinderschutzbundes Landesverband Schleswig-Holstein sind Ernährungswissenschaftler mit Kochutensilien, Lebensmitteln und vielen Informationen unterwegs, um Viertklässlern das Thema gesunde Ernährung nahezubringen. „In vielen Familien wird aus Mangel an Zeit oder Interesse zu selten frisch gekocht, dabei ist es so einfach – und nicht teuer“, sagt Projekt-Koordinatorin Silke Althoff. „Wir hoffen, dass die Kinder ihre heutigen Erfahrungen nach Hause tragen und neue Impulse setzen.“ Bei Caroline ist das nicht nötig. Sie steht oft mit ihrem Papa zusammen in der Küche. „Wir haben viel Spaß beim Zubereiten. Am liebsten mag ich Kartoffeln und Spinat – daraus machen wir einen leckeren Auflauf“, erzählt die Neunjährige. Auch Maximilian ist „Küchenprofi“. Fürs Picknick mit Oma und Opa hat er vor zwei Wochen ganz alleine einen Obstsalat mit Joghurt-Dressing gemacht. Schulleiterin und Klassenlehrerin Gabriele Mundt ist begeistert, wie versiert alle 19 Schüler mit Sparschäler, Messer und Reibe hantieren; nur selten muss ein Pflaster her. Flynn „kämpft“ gegen Zwiebeln und Tränen. „Mit einem Schluck Wasser im Mund ist es gar nicht so schlimm“, verrät er den Trick. Schon duftet es verführerisch in der Schulküche. Auf dem Herd blubbert selbstgemachter Ketchup und die jungen Nachwuchsköche der 4 b bekommen langsam Hunger auf Kartoffel-Möhren-Apfel-Puffer aus dem Waffeleisen, überbackene Kürbis-Kartoffel-Ecken, Linsensalat und Obstspieße mit Quarktopping. Fehlt zum Abschluss noch der Abwasch, „aber auch der ist besser als Mathe“, versichert Maxi grinsend.
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