Kinderschutz: Mehr Fälle in Norderstedt

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Ulrike Evers erarbeitete den zweiten Kinderschutzbericht für das Jugendamt Norderstedt Foto: Blume

Anstieg resultiert aus den erhöhten Flüchtlingszahlen

Norderstedt Die meisten Kinder in Norderstedt leben sicher, behütet und in guten familiären Verhältnissen – zu dieser Erkenntnis kommt der zweite Kinderschutzbericht, den das Jugendamt aktuell vorgelegt hat, einzusehen unter www.norderstedt.de. „Fachkräfte und Ehrenamtliche machen eine hervorragende Arbeit in den Sozialräumen, die sich in auffällig niedrigen Zahlen ausdrückt“, sagt Ulrike Evers von der Fachstelle Kinderschutz. Von rund 12.000 Kindern und Jugendlichen in Norderstedt erhielt das Jugendamt im vergangenen Jahr 119 Meldungen auf Verdacht von Kindeswohlgefährdung (2015: 85), die von gesundheitlicher Gefährdung über seelische Verwahrlosung bis zu sexueller Gewalt reichen können.

Starkes Netzwerk

In 56 Fällen (2015: 35) erfolgte eine Inobhutnahme durch Bereitschaftspflegefamilien, Kinder- und Jugendhäuser. „Der jeweilige Anstieg resultiert allerdings aus den erhöhten Flüchtlingszahlen“, betont Ulrike Evers, „33 der in Obhut genommenen Zwölf- bis 18-Jährigen waren minderjährige, unbegleitete Geflüchtete.“ Die Stadt verfügt über einen Pool von zwölf speziell geschulten Fachkräften, die Kitas, Schulen und Jugendeinrichtungen hinsichtlich einer möglichen Gefährdungseinschätzung beraten. „Ein starkes Netzwerk aus Präventionsarbeit der frühen Hilfen, niedrigschwellige Angebote der Familienbildung, offene Sprechstunden und wohnortnahe Beratung, Familiencafé und Welcome Projekt fangen jede Familie und jedes Kind auf“, sagt Evers. „Es gibt kein Problem, für das es in Norderstedt keine Anlaufstelle gibt.“
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