Kita auf dem Norderstedter Rathausdach?

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„Ein Rathaus-Anbau bietet mehr Möglichkeiten, als nur Büros zu schaffen – eine Kantine und eine Kita wären sinnvoll und wirtschaftlich“, meint CDU-Stadtvertreter Peter Holle Foto: blu
Norderstedt: Rathausallee 50 |

CDU-Stadtvertreter präsentiert neue Idee für geplanten Anbau

Von Claudia Blume
Norderstedt
Dass das Rathaus einen Anbau auf dem rückseitigen Hubschrauberlandeplatz erhalten wird, steht fest. Nur: Wie groß der Bau wird, wer und was dort untergebracht werden soll, wird noch in Verwaltung und Politik diskutiert. Peter Holle, CDU, schlägt eine praktische Lösung vor. Die Verhandlungen um den Rathaus-Anbau gehen weiter. Klar ist jedoch: Das neue Stadtmuseum ist an dem Platz nicht mehr vorgesehen, haben die Stadtvertreter mehrheitlich beschlossen. Sie favorisieren einen Standort im Stadtpark. Mit der Absage verringert sich die benötigte Gebäudegröße drastisch. Waren anfangs fünf Stockwerke im Gespräch, könnten nun rund 70 Rathausmitarbeiter auf ein oder zwei Etagen untergebracht werden. „Das ist jedoch wirtschaftlich nicht sinnvoll“, meint Stadtvertreter Peter Holle. Er schlägt vor, eine beim Personalrat häufig gewünschte Kantine sowie eine zusätzliche städtische Kindertagesstätte im Neubau unterzubringen.

Zu wenig Kita-Plätze

„Aktuell fehlen 135 Kita-Plätze – der Bedarf und der Druck sind groß“, weiß der stellvertretende Vorsitzende der Norderstedter CDU. Nicht nur die Rathaus-Mitarbeiter würden von der Kinderbetreuung im Haus profitieren, auch die Mitarbeiter der benachbarten Stadtwerke und Geschäftsleute in der Umgebung. „Die zentrale Lage mit perfekter Nahverkehrsanbindung ist extrem attraktiv. Dadurch lassen sich lange Fahrtwege minimieren, und für Eltern ist es eine Erleichterung, ihr Kind in der Nähe zu wissen. Möglicherweise lässt sich mit der Kita Storchengang eine Kooperation mit einem gemeinsamen Mitarbeiterpool realisieren“, schlägt der Vater einer dreijährigen Tochter vor. Den Ort für einen obligatorischen Spielplatz hat er auch schon gefunden: das Dach des neuen Gebäudeteils. Nach dem Vorbild der Katharinen-Kita in der Hamburger HafenCity könnten bald auch die jüngsten Norderstedter in luftiger Höhe schaukeln, rutschen und Sandkuchen backen. Damit hat Peter Holle selbst beste Erfahrung. Schließlich stehen auf dem Flachdach seines Hauses Spielgeräte, die begeistert genutzt werden. Nach der Sommerpause will die CDU-Fraktion die Vorschläge einbringen.
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