Kommt die A7-Abfahrt Norderstedt?

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Rund 100.000 Fahrzeuge fahren täglich über den südlichen Abschnitt der A7. Eine zusätzliche Abfahrt hier südlich von Quickborn bei Norderstedt wäre darum sinnvoll, hat bereits 2007 ein Verkehrsgutachten ergeben. Nun will Minister Meyer noch mal dazu die Stimmungslage ausloten Foto: Fuchs

Verkehrsminister will Stimmungsbild in Hasloh, Bönningstedt und Norderstedt ausloten. Anschlussstellen Alveslohe und Ellerau sind vom Tisch

Von Burkhard Fuchs
Norderstedt
Großes Aufatmen bei den Gemeindevertretern von Alveslohe und Ellerau. Letzte Chance für Norderstedt. Die Landesregierung plane nicht länger eine zusätzliche Anschlussstelle an der A7 zwischen Henstedt-Ulzburg und Quickborn an der Kadener Chaussee (L75) in Alveslohe oder dem Kadener Weg (K24) in Ellerau. Aber bei Norderstedt dagegen schon. Dies erfuhren die beiden Bürgermeister Peter Kroll (Alveslohe) und Eckart Urban (Ellerau) sowie Stadtrat Thomas Bosse jetzt bei einem Gespräch im Verkehrsministerium. „Wir sind sehr erleichtert und hoch zufrieden“, sagt Urban. Mehr hätten sie nicht erwarten können, freut sich Kroll. So hatte Schleswig-Holsteins Verkehrsstaatsekretär Frank Nägele diese A7-Anschlussstelle im Zusammenhang mit der Olympia-Bewerbung Hamburgs für 2024 ins Spiel gebracht. Dabei hätte das olympische Golfturnier auf Gut Kaden in Alveslohe sein sollen. Und für die erwarteten hohen Zuschauermengen, die im Wesentlichen über die Autobahn dorthin kämen, sollte für sie zumindest provisorisch eine A7-Abfahrt nahe dem Golfplatz geschaffen werden. Daraufhin liefen die Gemeinden Ellerau und Alveslohe dagegen Sturm und erreichten jetzt die gewünschte Einladung zu Minister Reinhard Meyer. Der stellte klipp und klar fest: „Da die Olympia-Bewerbung Hamburgs nicht zum Zug kommt, macht eine Abfahrt nördlich Quickborns keinen Sinn mehr.“ Dagegen gäbe es noch eine Chance für eine bei Norderstedt. Verkehrsminister Meyer hielte sie dort für durchaus für sinnvoll, wie er sagt. Dazu werde er jetzt auf die betroffenen Gemeinden Hasloh und Bönningstedt sowie die Stadt Norderstedt zugehen, um dafür das dortige Stimmungsbild auszuloten, kündigte er an. „Die Region muss sich einig sein, ob man es will und wo man es will“, betonte Minister Meyer. „Wir brauchen die Akzeptanz in der Region.“ Damit ist allerdings nicht zu rechnen. Stadtsprecher Bernd-Olaf Struppek sagte auf Nachfrage dazu nur: „Für uns hat sich seit dem Beschluss der Stadtvertretung von 2008 nichts geändert, die sich seinerzeit gegen eine Autobahn-Anschlussstelle Norderstedt ausgesprochen hatte.“ Und auch Bönningstedts Bürgermeister Peter Liske spricht sich dagegen aus. Er fürchtet den Dauer-Stau in seinem Dorf, wenn der Elbtunnel dicht ist. „Das erleben wir zurzeit während der Bauzeit täglich und können es nicht mehr ertragen.“
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