Kreative Gymnasiasten

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David Schleichmann, Lisa Wollenweber und Leif Westermann am Tümpel im Schulwald. Foto: cs

Die 24 Schüler belegten 3. Platz im bundesweiten Umweltwettbewerb

Von Christina Schlie
Bargteheide. Was haben ein „angezogener Baum“, eine sich der Natur widersetzende Cola-Dose und ein sechseckiger Kaleidozyklus gemeinsam? Nicht viel, würde man auf den ersten Blick vermuten, doch die Kunstklasse des 11. Jahrgangs des Kopernikus Gymnasiums hat mit diesen und weiteren Kunstprojekten den 3. Platz im bundesweiten Umweltwettbewerb gewonnen. Die 24 jungen Künstler konnten sich über eine Reise nach Berlin in den Park vom Schloss Bellevue und 300 Euro freuen. „Das Geld wurde gruppendynamisch in Pizza angelegt“, berichtet die Kunstlehrerin Annette Kayser, die das Projekt begleitet hatte. Drei Kategorien waren von der Bundesstiftung Umwelt (DBU) ausgeschrieben, das KGB gewann in der Kategorie „Kreativ kommunizieren“ zum Thema „Entdecke die Vielfalt“. Als Ort der künstlerischen Arbeit sollte dazu der Schulwald dienen. Vor 26 Jahren wurde der Schulwald von einem Biologielehrer angelegt, und normalerweise dient er als Bewegungsraum von Pfadfindergruppen, Hundebesitzern oder spielenden Kindern. Nun sollte er zum Kunstprojekt werden. „Aber genau das war anfangs unser Problem“, so die Teilnehmer. Im Plenum wurden Ideen gesammelt und weiterentwickelt, bis man sich schließlich allein oder in kleinen Gruppen dem Thema annahm. „Ich habe während meines Kunstprojektes Bäume mit Gestricktem umwickelt und dadurch den Trend des >urban knittings< umgewandelt“, beschreibt die 16-jährige Lina ihre Arbeit. Einen Stammbaum der anderen Art kreierte Jana und hängte Bilder verschiedener Generationen an einen richtigen Baum. Kunstlehrerin Kayser ist mehr als zufrieden mit den Werken ihrer Schüler. „Sie haben tolle Arbeit geleistet so noch einmal einen anderen Zugang zur Natur gefunden“, sagt sie. Gut zwei Monate haben die Schüler an ihren Projekten gearbeitet, Karten angelegt und persönlich gestaltet. Der Wald hat 2000 Bäume, ist einen Hektar groß und hat einen Tümpel, einen Abflussgraben sowie natürlich reichlich Müll. Für die „Waldkünstler“ ist er zum Medium ihrer Kreativität geworden, hat aber auch zum Nachdenken und sich Engagieren angeregt. (pi/ cs)
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