Krippenplätze haben Priorität

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Enttäuscht: SVHU-Vorsitzende Nadine Lange.Foto: rj

Politik verschiebt die Eröffnung der Henstedt-Ulzburger Sportkita

Henstedt-Ulzburg. Nun ist das landesweit einmalige Projekt gescheitert: Die „Sportkita“ im Bürgerpark ist vom Tisch. SPD, WHU und BfB lehnten die Umbaupläne des SV Henstedt-Ulzburg (SVHU)ab.
Nadine Lange, 1. Vorsitzende des SVHU, der als Betreiber der Kita vorgesehen war, reagierte enttäuscht: „Was wird nun aus unserer großen Idee?“ Seit zwei Jahren würden die Planungen laufen. Etliche Familien seien in die Oliviastraße gezogen, weil hier eine Sportkita entstehen sollte. Ende September hatte die Gemeinde beschlossen, den SVHU zu unterstützen. Sie wollte dem Verein das Tennisklubheim abkaufen und zur Sportkita umbauen. Der Sportverein sollte Betreiber werden, als erster im nördlichsten Bundesland. „Wir sind der Gemeinde unendlich dankbar“, sagte Nadine Lange damals. „Wir freuen uns auf die kooperative Zusammenarbeit.“ Am Freitag haben SPD, WHU und BfB eine gemeinsame Erklärung herausgegeben: Erst käme der Anspruch auf einen Krippenplatz, dann das „Leuchtturm-Projekt“ Sportkindergarten. Im Rahmen einer Sportkita wäre die gesetzliche Vorgabe nicht mit dem geplanten Umbau im Bürgerpark, sondern nur in Modulbauweise möglich. Damit könne sich der SVHU nicht anfreunden. Der Alternativstandort vor dem Sportland wäre abgelehnt worden. Festpreisangebote seien um etwa 180.000 Euro günstiger ausgefallen. SPD, BfB und WHU würden jedoch weiterhin zur Sportkita stehen und sobald Kindergartenplätze für drei- bis sechsjährige Kinder benötigt würden, werde die Politik zusammen mit dem SVHU prüfen, ob diese spannende Idee umgesetzt werden kann. (rj)
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