Kunstwerk für die „Ulze“?

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Die Animation zeigt, wie Skulptur aussehen könnte, noch hängt da ein Werbeschild Animation: Galerie Mensen

Prof. Karsten Hein plant dreidimensionale Plastik aus 26 Dreiecken

Von Claudia Blume
Norderstedt
26 fliegende Dreiecke sollen zum Wahrzeichen der neu gestalteten Ulzburger Straße werden, so die Idee von Galerist Jan Menssen. Anstelle des massigen Werbeschildes vor der Geschäftszeile 306 bis 310 könnte sich dort auf drei Stelen eine einzigartige dreidimensionale Plastik des international renommierten Künstlers Professor Karsten Hein erheben. Der 79-Jährige lebt und arbeitet seit 33 Jahren in Norderstedt und ist für konkrete Kunst und Konstruktivismus bekannt. Seine beeindruckenden Bilder und Skulpturen aus Metall, Holz und Kunststoff basieren auf mathematisch-künstlerischen Prinzipien mit oft überraschenden Resultaten. Jan Menssen arbeitet seit über 15 Jahren mit dem Künstler zusammen: „Das Kunstwerk Dreiecksanbindung wäre nicht nur ein monumentaler Besuchermagnet, das einem Boulevard wie der Ulzburger Straße gerecht wird, darüberhinaus würde ein international bekannter Norderstedter die verdiente und dauerhafte Anerkennung erfahren, die ihm gebührt.“ Der Künstler selber gibt sich bescheiden, dass ihm ein Denkmal gesetzt werden könnte, ist ihm fremd: „Ich freue mich, wenn die Besucher beim Flanieren innehalten und das Kunstwerk für sich interpretieren.“
Rund 275 000 Euro soll die sechs Meter breite, acht Meter hohe und 1,6 Tonnen schwere Skulptur aus Chromnickelstahl kosten. Mit knapp einem Viertel könnte sich die Stadt Norderstedt beteiligen, so der Wunsch des engagierten Galeristen Jan Menssen.

Kulturstiftung als Schirmherren


Als Schirmherren hat er bereits die Kulturstiftung Norderstedt gewonnen, die Spenden von Sponsoren und kulturbegeisterten Bürgern generieren, sowie öffentliche Förderwege nutzen will. „Kunst im öffentlichen Raum ist ein willkommenes Bildungsangebot für alle und bietet eine Form der Auseinandersetzung mit dem Werk. Wichtig ist, dass eine Diskussion entsteht, ein aktiver Austausch mit anderen Betrachtern,“ sagt Rüdiger George, „Kunst polarisiert – sogar über den Eiffelturm in Paris wurde gestritten. Das würde auch Norderstedt gut stehen.“
Dem Kulturausschuss wurde das Projekt bereits vorgestellt. „Die Idee wurde generell positiv aufgenommen, nun müssen die Fraktionen beraten und gegebenenfalls Anträge einreichen, die nach der Sommerpause in die Haushaltsberatung einfließen werden“, erklärt Kulturdezernentin Anette Reinders.
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