Lässig wie ein Cowboy im Sattel sitzen

Anzeige
Mareike Linsner und Peter Raabe leiten die Wittmoor-Ranch. Hier wird seit 25 Jahren das Westernreiten praktiziert. Foto: Fuchs

Wittmoor-Ranch in Glashütte: Seit 25 Jahren reiten hier Pferdefreunde wie im „Wilden Westen“

Von Burkhard Fuchs

Norderstedt. Reiten ist nicht gleich Reiten. Auf der Wittmoor-Ranch im Wilstedter Weg im Südosten Norderstedts können Reitfreunde nun schon seit einem Viertel Jahrhundert dem Westernreiten frönen.
„Das Westernreiten ist viel entspannter als der herkömmliche Reitsport“, erklärt Peter Raabe, der seit fünf Jahren die Ranch mit seiner Lebensgefährtin Mereike Linsner betreibt.
Der Umgang mit dem Pferd sei anders. Es gebe weniger Kommandos als beim klassischen Reiten, die Bodenarbeit mit den Zügeln und dem Pferd spiele eine wichtige Rolle.
„Es ist alles ein bisschen ruhiger. Wir gehen mehr auf das Pferd ein“, sagt Raabe, der viele Jahre Landesvorsitzender der Westernreiter Union Deutschlands war.
Auf ihrer Ranch bieten sie Westernreitunterricht mit zwei Schulpferden an. Zudem stehen 20 Boxen für Einstellpferde zur Verfügung. Und auch bis zu zehn Hunde nimmt Mareike Linsner gerne in Pension. „Hund, Pferd und Mensch – das passt gut zusammen hier direkt am Tangstedter Forst.“
Geritten wir vornehmlich auf amerikanischen Quarter-Horses, die mit einem Stockmaß von 1,40 Metern etwas kleiner und damit bequemer zu besteigen seien als englische Reitpferde. Mit diesen ließe sich auf dem Übungs-Parcours kinderleicht das Aufstellen, an der Hand führen, rückwärts Reiten, Satteln oder über die Stange gehen trainieren, sagt Raabe.
Gerade etwas ältere Reitfreunde aus Norderstedt und Hamburg würden das Westernreiten bevorzugen. „Wir haben hier Hausfrauen und Büroangestellte, die in ihrer Freizeit und nach Feierabend zum entspannten Ausreiten kommen. Die sind dann hinterher ganz andere Menschen.“
Einer dieser passionierten Westernreiter ist Matthias Hoenig aus Norderstedt. Ihm gefällt das Ungezwungene an dieser Sportart. „Das ist sehr entspannend. Die Pferde sind auch ausgeglichener, weil sie Tag und Nacht draußen sind.“ Westernkleidung wie Hut und Stiefel gehörten zu dieser Philosophie mit dazu. (bf)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige