Live, draußen und umsonst

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Veranstalter Wolfgang Sedlatschek (mit Mütze) mit Mitorganisatoren und Sponsoren des Festivals Kulturwerk am See, das am 2. Juni erstmals auf der Waldbühne im Norderstedter Stadtpark drei Live-Acts bei freiem Eintritt bietet. Foto: Fuchs

ACHTUNG: AKTUELLE ÄNDERUNG DER LOCATION: Auf Grund der schlechten Wetterprognosen wird das Festival in (!) das Kulturwerk Norderstedt verlegt, nur einen Steinwurf von der ursprünglichen Location Waldbühne entfernt.

Von Burkhard Fuchs
Norderstedt. Auf der Waldbühne im Norderstedter Stadtpark wird am ersten Juni-Sonnabend (2. Juni) erstmals richtig abgerockt. Das Festival Kulturwerk am See, das bisher wegen der Bauarbeiten und der Landesgartenschau immer außerhalb des Geländes stattfinden musste, wird nun endlich reingelassen. Mit drei Bands unterschiedlicher Stilrichtungen will Veranstalter Wolfgang Sedlatschek an diesem Tag die Besucher von 17.30 Uhr an bis Mitternacht musikalisch unterhalten und zum Tanzen bringen. Es beginnt die Jaimi Faulkner Band aus Australien. Anschließend tritt gegen 19.30 Uhr die schottische Band Wynntown Marshals auf die Bühne. Und gegen 22 Uhr spielen Rich Hopkins and the Luminarios aus den USA und mimen die Rausschmeißer. Der Eintritt ist wie immer bei Sedlatscheks Live-Konzerten frei. In den Jahren zuvor traten beim See-Festival immer vier bis fünf Bands auf. Doch dieses Programm sei zu geballt und nicht zu handeln gewesen, erläutert Mitveranstalter Miro Berbig. Zumal die erste Gruppe meist um 16 Uhr vor leeren Zuschauerrängen spielen musste. „Das macht kein Spaß. Das können wir niemandem zumuten.“ Das Festival Kulturwerk am See steigt in diesem Jahr zum fünften Mal und wird von den bewährten Organisatoren des Livemusikclubs Music Star am Harksheider Markt organisiert, die schon rund 300 namhafte Bands aus aller Welt nach Norderstedt holten. Seit 15 Jahren treten in diesem kleinen Club fast wöchentlich Live-Bands auf, ohne einen Cent Eintritt zu verlangen. Und Sedlatschek kann auch zurückgeben und hat ein gutes Herz für seine Stars. Als im Januar der blinde Blues-Sänger Bryan Lee, auch bekannt als Braille-Blues-Daddy, wegen einer Bandscheiben-Operation in Existenznot geriet, organisierte er kurzerhand eine Spendenaktion zu Gunsten des kranken US-Amerikaners unter allen Freunden und Music-Star-Besuchern. Gut 3.000 Euro kamen da zusammen.
Sein diesjähriges Festival-Programm beschreibt Norderstedts Musik-Macher als außergewöhnlich. Jaimi Faulkner sei ein „fantastischer Gitarrist“, schwärmt Sedlatschek, der seine eingängigen Songs mit ausdrucksstarker Stimme vortrage. „Der Mann ist ein Riesentalent, dem das Publikum nach zwei Songs zu Füßen liegen wird. Von seiner Show könnte sich der eine oder andere alterfahrene Künstler noch eine Scheibe abschneiden.“
Die schottische Formation Wynntown Marshals höre sich so gar nicht britisch an, versichert Sedlatschek. Sie sei eine Art Punk-Band, die fetzigen Garagen-Rock aus dem Mittleren Westen der USA zum Besten gebe. Und Rich Hopkins gilt als Begründer des Wüstenrock. Der Mann aus Arizona bringe seit zwei Jahrzehnten regelmäßig seine Gitarre zu Glühen. „Der spielt lange Gitarren-Soli à la Neil Young. Kein großer Sänger. Aber purer Rock’n Roll, der jung hält.“ Die Veranstalter rechnen mit rund 3.000 Besuchern. (bf)
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