Lob für Betreuungsquote

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Ruth Weidler (CDU) (v.l.), Miro Berbig (Die Linke), Ingrid Betzner-Lunding (Grüne), Klaus Schroeder (FDP) und und Sybille Hahn (SPD) Foto: Fuchs
Norderstedt. Traditionell lädt Ex-Pastor Gunnar Urbach die Spitzenkandidaten der Parteien vor einer Kommunal-, Landtags- oder Bundestagswahl zur Diskussionsrunde ein.
In diesem Jahr waren sich die geladenen Sozialpolitiker in den Fragen zur Jugend-, Sozial- und Familienpolitik erstaunlich einig. Beispiel Kita-Ausbau: Dass die Stadt in den letzten Jahren erheblich in den Ausbau der Krippenplätze investiert hat, erkannten alle Politiker an. Zum Stichtag am 1. August wird Norderstedt mit Plätzen in den Kitas sowie der Tagespflege beinahe eine Quote von 50 Prozent erreicht haben, sagte Sybille Hahn (SPD). Dieser Prozentsatz dürfte landesweit an der Spitze liegen. 2015 solle sogar zwei von drei Kindern im Alter von einem bis drei Jahren ein Betreuungsplatz angeboten werden können, sagte die SPD-Sozialpolitikerin. Ingrid Betzner-Lunding, die für die Grünen bei der Kommunalwahl antritt, ist das noch nicht genug. „200 Kinder in Norderstedt gehen noch leer aus.“
Unterschiedliche Auffassungen gab es dagegen beim Betreuungsgeld, wofür die schwarzgelbe Bundesregierung jetzt zwei Milliarden Euro zur Verfügung stellt. Wer sein Kind nicht in einer Kita betreuen lässt, soll so eine Prämie von 100 Euro im Monat erhalten.
FDP-Fraktionschef Klaus Schroeder hält das für „kontraproduktiv“. Auch Die-Linke-Fraktionschef Miro Berbig lehnt diese „Herdprämie“ ab. Sie fürchten, dass gerade sozial schwächere Familien davon Gebrauch machen. Schroeder: „Die sprachlichen und sozialen Defizite dieser Kinder werden wir später teuer reparieren müssen.“ (bf)
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