Marketingverein verteilt Gutscheine an Quickborner

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Michael Unger vom Quickborner Marketingverein Foto: bf

Die Wertmarken können in 108 Geschäften in der Stadt wie Bargeld eingelöst werden

Quickborn Die ersten 1.500 Zehn- und 20-Euro-Gutscheine waren schnell vergriffen. Jetzt hat der neue Marketingverein Quickborn, der sich im Sommer offiziell gegründet hat und 40 Mitglieder zählt, jeweils 2.500 weitere Gutscheine über diese beiden Beträge drucken lassen, die in mehr als 108 Geschäften in Quickborn wie Bargeld eingelöst und bei der Volksbank und im Rathaus erworben werden können. „Wir wollen damit die Kaufkraft in der Stadt halten“, begründet Vereinschef Michael Unger diese erste Initiative des Marketingvereins. Unger ist froh, dass die Stadt wieder die Druckkosten übernommen habe, sagt er. Diese seien durch die höhere Auflage auch etwas gesunken, von 70 auf 57 Cent je Gutschein und Flyer. Die Stadtverwaltung hatte angemahnt, dass die Geschäftsleute, die ja davon profitieren würden, sich an den Kosten beteiligen sollten. Das sei aber gar nicht so einfach wie gesagt, gibt Unger zu bedenken. Den Kaufleuten müsse erst mal klar sein, was sie davon haben. Der Marketingverein strebe ein festes Budget von der Stadt an, um seine Aktivitäten für die Belebung der örtlichen Wirtschaft auch umsetzen zu können. Dass die Verwaltung der Politik jetzt empfohlen hatte, stattdessen lieber einzelne Projekte zu fördern, könne er nicht nachvollziehen. Anfangs, als die Diskussion um die neue Marketinginitiative vor zwei Jahren startete, sei noch von einem Budget von 50.000 Euro die Rede gewesen. Dann seien diese Summen im Laufe der Zeit immer weiter geschrumpft. So sei sehr viel Eigeninitiative gefragt, sagt der frühere Blumenhändler und Immobilienmakler. Kein leichtes Unterfangen, wie sich am Beispiel des Wochenmarktes zeigt. Gerade mal sieben Stände gebe es noch mittwochs und sonnabends, jeweils von 8 bis 12 Uhr vor dem Rathaus. Der Bäcker höre aus Altersgründen Ende des Jahres auf. Unger hat zahlreiche Wochenmärkte in der Region, in Norderstedt und sogar Hamburg besucht, um Ersatz und neue Händler nach Quickborn zu locken. Beim Bäcker sei ihm dies gelungen. Künftig kommt der aus Marne nach Quickborn, um seine Brötchen zu verkaufen. Aber es fehle noch ein Käsestand, ein Wurstspezialist, ein Anbieter von Bioprodukten sowie ein Imbiss und Café. Die Idee, den Wochenmarkt zum Forum am Bahnhof zu verlagern und die Öffnungszeiten auf den Nachmittag zu verschieben, sei am Widerstand der Händler gescheitert. Dafür seien demnächst Live-Musik und Aktionen an den Sonnabend-Wochenmärkten geplant, um ihn zu beleben. Das könne von Vorführungen der Feuerwehr bis Stockbrotgrillen der Pfadfinder gehen. Das genaue Programm werde zurzeit beraten und erstellt. Außerdem werde gerade ein Stoffbeutel mit einem Slogan zum Quickborner Wochenmarkt entworfen, der dann an die Kunden verteilt werden soll. „Das kommt alles vor Weihnachten“, verspricht der Vereinschef Unger. (bf)
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