Mehr als 300 Termine im Jahr

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Kathrin Oehme (CDU, l.) bleibt Stadtpräsidentin. Ihre erste Stellvertreterin ist Sybille Hahn (SPD) Foto: bf

Norderstedts Stadtpräsidentin Kathrin Oehme im Amt bestätigt

Von Burkhard Fuchs
Norderstedt. Kathrin Oehme bleibt für weitere fünf Jahre Stadtpräsidentin. Die neue Stadtvertretung wählte die
72 Jahre alte Norderstedterin auf ihrer konstituierenden Sitzung zum zweiten Mal in dieses Amt, das sie bereits seit 2008 innehat. Dabei erhielt sie nur eine Gegenstimme.
„Über diese Wiederwahl freue ich mich sehr“, sagte Oehme, die sogleich die weitere Sitzung leitete. „Für mich ist das kein politisches Amt. Ich muss neutral sein.“ Ihre beiden Stellvertreterinnen sind Sybille Hahn, SPD, und Doris Vorpahl, CDU.

Repräsentative Aufgaben

Außer dem Vorsitz der Stadtvertretung hat die Stadtpräsidentin vor allem repräsentative Aufgaben. „Allein im vorigen Jahr hatte ich 320 offizielle Termine“, sagt Kathrin Oehme. „Das kann ja nur eine Rentnerin wie ich machen.“ Wer dagegen berufstätig sei, könnte sich schwerlich für all’ die 90. Geburtstage, Diamantene oder Eiserne Hochzeiten oder Grundsteinlegungen von seinem Job freimachen.
801 Euro Aufwandsentschädigung bekommt die Stadtpräsidentin im Monat.
Neben diesen Gratulationsbesuchen im Namen der Stadt habe sie viel Freude daran, bei Jubiläen von Kindergärten, Vereinen oder Kulturträgern die Grüße der Stadt zu überbringen. Auch die Hauptversammlungen der Freiwilligen Feuerwehren seien für sie beliebte Pflichttermine, sagt Kathrin Oehme, auch wenn sie so im ersten Vierteljahr eines jeden Jahres praktisch kein freies Wochenende habe.
„Aber diese Leute setzen ihr Leben aufs Spiel, um andere zu retten. Da komme ich immer gerne.“

Größe der Ausschüsse neu

Neu ist auch die Größe der Fachausschüsse. SPD, FDP, Grüne und Die Linke setzten durch, dass die zehn Fachausschüsse bis auf den Kleingartenausschuss mit 14 statt bisher
13 Stadtvertretern und bürgerlichen Ratsmitgliedern besetzt sind.
Auf diese Weise mussten nicht die drei letzten Plätze zwischen diesen vier Fraktionen ausgelost werden. Nun verfügt die CDU in diesen Gremien über fünf Stimmen, die SPD über vier, die Grünen über zwei und die drei kleineren Fraktionen WIN, FDP und Die Linke über jeweils eine. Die CDU wollte sogar einen 15. Sitz erreichen, der ihr einen sechsten Platz ermöglicht hatte. Dieser Antrag wurde von der Mehrheit der Stadtvertretung abgelehnt. (bf)
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