Mit der Entwicklung zufrieden

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Christian Scheinert, Torsten Wölm, Uwe Augustin und Reiner Schomacker (von links) sind zufrieden mit der Geschäftsentwicklung. Foto: bf

Vertreter der Volks- und Raiffeisenbanken zogen Bilanz

Norderstedt/Kaltenkirchen. Die Wirtschaftslage ist gut, das Vertrauen der Kunden groß, allein die gesetzliche Regelungswut macht den fünf Volks- und Raiffeisenbanken aus der Region unnötige Mühe und Sorgen. So lässt sich die Geschäftsentwicklung dieses Jahres zusammenfassen, wie sie Reiner Schomacker von der Norderstedter Bank als Sprecher der Arbeitsgemeinschaft jetzt der Presse vorstellte.
Zu dieser Vereinigung gehören neben seiner Genossenschaftsbank die Volksbank Elmshorn, die auch Filialen in Quickborn und Norderstedt unterhält, die VR Bank Pinneberg-Quickborn und die Raiffeisenbank Elbmarsch sowie die Kaltenkirchener Bank.
Zusammen verfügt dieses Quintett über eine Bilanzsumme von 2,25 Milliarden Euro, 5,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Kundeneinlagen sind in diesem Jahr nur leicht um 1,9 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro, die vergebenen Kredite um 5,3 Prozent auf 1,2 Milliarden gestiegen. Zählt man die Kredite (804 Millionen) und Einlagen (969 Millionen) mit, die die fünf Volks- und Raiffeisenbanken an ihre Partner im bundesweiten Genossenschaftsnetz vermittelt haben, beträgt die Bilanzsumme sogar 4,7 Milliarden Euro, 3,6 Prozent mehr als im Vorjahr.
Die Finanzmarktkrise habe viele der 238.000 Kunden (plus 2000) so nachhaltig verunsichert, dass sie von Aktien und Wertpapieren offenbar lieber die Finger lassen, stellte Schomacker dar. So haben sich in diesem Jahr die gekauften Stückzahlen im Wertpapiergeschäft auf rund 7500 halbiert und die Verkaufsaufträge sind um 40 Prozent zurückgegangen.
„Es herrscht große Verunsicherung auf dem Kapitalmarkt. Vielen ist das Risiko zu groß, Geld mit Aktien und Wertpapieren zu verlieren“, sagt Schomacker. Dies sei zwar verständlich, könnte sich aber als „Bumerang“ erweisen, weil zu einer soliden Kapitalanlage auch das Produktivkapital eines Wertpapierdepots gehöre.
Zu schaffen mache den Genossenschaftsbanken die Regelungswut der Gesetzgeber in Berlin und Brüssel. Allein sieben der 13 zusätzlich eingestellten Bankberater müssten die Umsetzung der neuen Regelungen überwachen. „Wir brauchen neue Regeln. Die alten haben uns an den Rand des Abgrunds geführt“, betont Schomacker. (bf)
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