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Stadt Norderstedt will bauen – Ideen der Glashütter sollen einfließen

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt
Gemeinsam planen – das ist vielen Norderstedtern noch suspekt. Doch die Stadtentwickler aus dem Rathaus gehen für große Bauvorhaben zunehmend diesen längeren, manchmal holprigen und freiwilligen Weg. Jüngstes Beispiel: Das neue Wohngebiet „Sieben Eichen – Glashütter Damm“. Für das 17 Hektar große Gelände nördlich des Glashütter Damms, westlich und östlich eingefasst von Kreuzweg und Jägerlauf, gab es jetzt eine erste öffentliche Planwerkstatt. Für das Gebiet, immerhin so groß wie etwa 20 Fußballfelder, wurde bereits 2010 ein Strukturplan aufgestellt. Der ist nach Auffassung der Planer nicht mehr zeitgemäß. Nun werden die Anwohnern ins Boot geholt. Zum Termin in die Sporthalle der Grundschule Immenhorst kamen über 200 Menschen, mehr als Stadtrat Thomas Bosse erwartet hatte. „Wir möchten von Ihnen hören, was können Sie im Quartier gebrauchen“, lud er ein. Doch viele Wortmeldungen nach einer kurzen Vorstellung der Rahmenbedingungen durch Stadtplaner Mario Helterhoff gingen zunächst ein eine andere Richtung. „Wie viele Menschen kommen dann hier hin?“, wollte ein Anwohner wissen oder „Warum wollen Sie überhaupt hier bauen?“
„Heute ist schon zu viel Verkehr hier“, bemerkten gleich mehrere Glashütter. Trotzdem nahm Moderator Joachim Möller, extra mit der Begleitung der Planung vom Rathaus beauftragt, einige konkrete Ideen und Wünsche für die nächste Runde am 20. September mit. So bekam der Wunsch nach einer Seniorenwohnanlage Applaus. „Damit ältere Menschen weiter hier wohnen können, wenn ihr Haus zu groß wird“, so die Begründung. Unterschiedlich beurteilten die Anwohner Vorschläge zum Verkehr. Während die einen mehr Öffentlichen Personennahverkehr möchten, lehnten andere einen Bus durch den Glashütter Damm ab. Der Vorschlag, neue Mobilitätskonzepte mit einzuplanen freute vor allem Baudezernent Bosse. Nicht so gern nahm er die Meinung einer größeren Mehrheit für die gewünschte Bebauung entgegen. Einfamilienhäuser hätten viele der jetzigen Nachbarn am liebsten, die Stimmen für eine Mischbebauung auch mit Geschossbau mit sozialem Wohnungsbau oder Genossenschaften fand weniger Applaus.
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