Nachfolge für Gut Wulksfelde gesucht

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Die Geschäftsführer des Gut Wulksfelde Rolf Winter (l.) und Uwe Westebbe vor dem Haupthaus Foto: fnf

Gründer Uwe Westebbe und Rolf Winter wollen sich zur Ruhe setzen

Tangstedt Sie machten schon Bio, bevor es schick wurde: Uwe Westebbe und Rolf Winter hatten mit dem Aufbau des Gutes Wulksfelde (Wulksfelder Damm 15-17) die Vision eines Öko-Landbaubetriebs, der nachhaltig und umweltfreundlich wirtschaftet. Jetzt ist das Gut ein Vorzeige-Projekt. Die Geschäftsführer suchen nun einen Nachfolger. Direktvermarktung, glückliche Tiere, Landwirtschaft ohne Pestizide. Hier ist alles Öko! Zu Beginn wurde das Konzept einer nachhaltigen Landwirtschaft eher belächelt. Mittlerweile ist das Gut Wulksfelde ein Betrieb mehr als 150 Mitarbeitern.
„Wir hatten von Anfang an die Vision, direkt an den Endkunden zu liefern. Das hat sich mit den Jahren dann weiterentwickelt“, sagt Uwe Westebbe. Mittlerweile werden die landwirtschaftlichen Erzeugnisse in einem eigenen Hofladen vermarktet. „Im Vorfeld gab es viele Skeptiker. Aber wir konnten schnell zeigen, dass unser Konzept Hand und Fuß hat.“
Vor 25 Jahren beschloss der Hamburg Senat, seine Staatsgüter Wulfsdorf und Wulksfelde zu verpachten und auf ökologischen Landbau umzustellen. Fünf „Öko-Fraks“ mit völlig unterschiedlichen Berufen sind sofort begeistert, bewerben sich – und bekommen den Zuschlag. Einer von ihnen ist Uwe Westebe. Sein Partner Rolf Winter, ebenfalls Geschäftsführer, kam drei Jahre später dazu. Mittlerweile ist aus dem Gut Wulksfelde eine etablierte Öko-Marke geworden – und ein Besuchermagnet mit Tiergarten, Erlebnis-Spielplatz und regelmäßigen Veranstaltungen. Beide Geschäftsführer sind stolz auf das erreichte. „So ein Unternehmen ist wie ein lebender Organismus“, sagt Rolf Winter. Doch irgendwann müssen sich die beiden von ihrem Lebenswerk verabschieden. „Aber es sollte natürlich weitergehen.“
Derzeit suchen die beiden Visionäre nach einem Nachfolger. „Viele gute Leuten haben sich schon beworben. Die Entscheidung wird uns nicht einfach fallen“, so Winter. Bewerber sollten eine betriebswirtschaftliche Ausbildung und Erfahrung in der Mitarbeiterführung mitbringen. „Ein bisschen rechnen sollte man schon können, damit unter dem Strich auch eine schwarze Zahl steht“, grinst Uwe Westebbe. „Und ein bisschen jünger als wir beide sollte er auch sein.“ Der zukünftige Geschäftsführer sollte strategisch und visionär denken und sich auf zukünftige Entwicklungen einstellen können. Auf dem Gut wird eine Fläche von 472 Hektar bewirtschaftet. Neben der Haltung von Rindern, Schweinen, Gänsen, Hühnern und Schafen, wachsen auf 283 Hektar Obst und Gemüse angebaut. (fnf)

Weitere Informationen: www.gut-wulksfelde.de
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