Naturerlebnis im Stadtpark

Anzeige
Die Natur und heimische Tierwelt wie den Uhu auf Erlebniswegen mit allen Sinnen erfahren, kündigt Anne Ganter an. Fotos: Fuchs

Norderstedt auf dem Weg zum Wanderer- und Spaziergänger-Mekka

Von Burkhard Fuchs
Norderstedt. Die Stadt Norderstedt entwickelt sich immer mehr zu einem Mekka für Liebhaber von erlebnisorientierten Wandertoren und Spaziergängen. Nach dem Rundweg der Klänge, der die Bürger dazu einlädt, ihre Stadt mit liebevoll installierten akustischen Klangspielen anders zu erfahren, werden zurzeit zwei weitere Rundwege von der Stadt angelegt: eine etwa acht Kilometer lange geführte Strecke entlang der Tarpenbek-Niederung sowie ein 15 Kilometer langer Erlebnisweg durch das Alsterland.
„Wir wollen die Norderstedter dazu einladen, ihre Stadt fußläufig als ein Naturerlebnis mit allen Sinnen zu erfahren“, kündigt Projektleiterin Anne Ganter vom Amt Nachhaltiges Norderstedt an. Damit das gelingt, werden entlang der beiden Routen 30 Stationen eingerichtet, die die Spaziergänger und Radler zum Verweilen und die Natur genießen anhalten, ihnen aber auch die heimische Tierwelt nahebringen.
So werden 16 Tierarten auf den beiden Rundwegen mit Skulpturen, Schaubildern und Infotafeln vorgestellt und beschrieben, die hier bei uns heimisch sind. Dazu zählen Amphibien wie die Kreuzmoorkröte, die im Glasmoor weit verbreitet ist, ebenso wie Uhu, Grasfrosch, Ringelnattern, Stare, Finken, Fledermäuse und Wildbienen. Und so verlaufen die Themenrundwege auch quer durch Ossenmoorpark, Tangstedter Forst oder das Glasmoor, wo diese Tierarten vornehmlich zu finden sind.
Neben den Schautafeln wird es Bänke zum Ausruhen, Aussichtspunkte und Ferngläser zum besseren Beobachten und kleine Aktionshürden und Unterhaltungsangebote geben, kündigt Anne Ganter an. So müssen die Spaziergänger über eine schwankende Tampenbrücke die Tarpenbek überqueren, am Reck baumeln wie eine Fledermaus oder dem abendlichen Vogelkonzert lauschen. Die Stiftung für Natur- und Umweltschutz aus Kiel, die seit Jahren das lange Zeit austrocknende Glasmoor renaturiert, bewässert und wieder mit fast ausgestorbenen Tierarten belebt hat, unterstützt das Projekt mit Rat und Tat, erklärt Anne Ganter.
Die Rundwege seien bereits fertig angelegt und zum großen Teil mit den einzelnen Stationen eingerichtet, sagt sie. Auch zusätzliche Pfade in kleine Wäldchen, Parks und an Flussläufe gehörten dazu. Nun müsse noch die ausführliche Beschilderung und Ausstattung der Stationen mit den Skulpturen und Schautafeln folgen. Die Bürger könnten die Wege also schon nutzen, auch wenn sie erst Ende September vollständig fertig gestellt und offiziell eröffnet werden. 300.000 Euro hat sich die Stadt Norderstedt diese Naturerlebnis-Wege kosten lassen, 50.000 Euro davon kommen aus EU-Mitteln. (bf)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige