Neu: Beratung für Migranten

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Frauen aus anderen Kulturkreisen sollen eine feste Anlaufstelle bekommen Symbolfoto: iStock

Immer mittwochs hat Sozialarbeiterin Andja Zdravac Sprechzeit in St. Hedwig

Von Burkhard Fuchs
Norderstedt. „530 Flüchtlinge wird der Kreis Segeberg in diesem Jahr aufnehmen müssen“, kündigt Rolf Meenen, Leiter der Ausländerbehörde im Kreis an. Das größte Kontingent an Flüchtlingen erwartet Norderstedt mit 173 zusätzlich zugewanderten Personen. Um all diese Menschen betreuen zu können, richtet der Caritasverband ab März eine erste feste Beratungsstelle für Migranten des Kreises in
Norderstedt ein.
Sozialarbeiterin Andja Zdravac (t 040 / 526 30 81 3) wird den Einwanderern jeden Mittwoch, 9 bis 11 Uhr, in den Räumen der katholischen St. Hedwig Kirchengemeinde von mit Rat und Tat zur Seite stehen. Zdravac, die selbst vor mehr als 20 Jahren von Kroatien in die Bunderepublik emigrierte, hat seit 19 Jahren Erfahrung in dieser Arbeit. Zudem ist sie mittwochs von
12 bis 14 Uhr in der Volkshochschule sowie am Donnerstag von 12 bis 14 Uhr in der Schule am Rodelberg in der Dunantstraße für diese Belange ansprechbar. In dieser Zeit absolvieren Einwanderer dort ihre deutschen Sprach- und Integrationskurse.
„Es ist wichtig, dass ich für die Migranten in Norderstedt in einem eigenen Büro zu einer festen Zeit erreichbar bin“, sagt Andja Zdravac. Neben dem Erlernen der deutschen Sprache gehe es für viele Einwanderer darum, ihre abgeschlossene Berufsausbildung oder ihr Studium aus dem Heimatland hier anerkennen zu lassen. Dabei sei sie ebenso behilflich wie bei allen Fragen rund um das tägliche Leben, der Wohnungssuche oder der schulischen und beruflichen Ausbildung der Kinder. „Es ist aber immer eine Hilfe zur Selbsthilfe“, betont Andja Zdravac. „Die Anträge ausfüllen müssen die Ratsuchenden selber.“
Finanziert werde diese Aufgabe vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Für die Betroffenen ist die Beratung kostenlos. Untergebracht werden die Flüchtlinge in mobilen Unterkünften, leer stehenden Hausmeisterwohnungen, zudem versuche Norderstedt mit baulichen Maßnahmen Wohnraum zu schaffen, sagt Stadträtin Anette Reinders. Für die katholische St. Hedwig-Gemeinde sei es selbstverständlich, der Caritas-Migrationsberatung dafür Räume zur Verfügung zu stellen, sagt Pfarrer Kuriakose Moozhalyil. „Das ist für uns gelebte Nächstenliebe“, erklärt der Geistliche mit indischen Wurzeln.
Für die Caritas ist das Norderstedter Büro die sechste Beratungsstelle für Migranten in Schleswig-Holstein, sagt Sozialreferent Norbert Schmitz.
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