Norderstedt: Anwohner gestalten Spielplatz mit

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Der alte Kletterturm ist langweilig“, finden Pelin (l., 11) und Selin (6). Die Schwestern wünschen sich eine Tonnenrutsche und eine Wackelbrücke Foto: Blume

Am Glashütter Markt sind die Ideen aller Generationen gefragt

Von Claudia Blume
Norderstedt
„Eine Loopingrutsche und einen Kunstrasenplatz mit richtigen Tornetzen“, kommt es spontan von Fahin und Joe auf die Frage, was sich die Zehnjährigen für ihren Spielplatz am Glashütter Markt wünschen. 2014 hatte die Stadt Norderstedt durch das Dortmunder Planungsbüro „StadtKinder“ einen Spielplatzbedarfsplan aufgestellt, der eine Umgestaltung vieler Spielorte vorsieht.
Für den Spiel- und Bolzplatz Glashütter Markt, der zu einem Stadtteilplatz für alle Generationen werden soll, stehen 500.000 Euro zur Verfügung. Bolzplatz, Seilbahn, Kletterturm, Seilschaukel, Wipptiere, Tischtennisplatte sind wenig attraktiv und in die Jahre gekommen. „Um nicht am Bedarf vorbeizuplanen, laden wir Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu Beteiligungsworkshops ein“, erklärt die städtische Landschaftsplanerin, Carolin Werneburg. Leider war das Interesse am Freitag recht dürftig – lediglich neun Anwohner, darunter vier Kinder, drei Vertreter des Kinder- und Jugendbeirates sowie vier Sozialarbeiter fanden den Weg auf die Spielfläche und später ins Jugendhaus „Atrium“ zum Gedankenaustausch. Klaus Hildebrandt schlägt vor, aus der bisher verwilderten und ungenutzten Senke hinter dem Rodelhügel einen Grillplatz zu machen und an den Hängen terrassenförmige Sitzgelegenheiten zu schaffen. „Dort würde ich gerne mit meiner Frau sitzen und den schönen Blick über die Felder genießen“, sagt der 69-Jährige, der seit 40 Jahren in der Mittelstraße wohnt. Den Blick hat Waltraut Carlsen vom 14. Stock ihrer Wohnung bereits. Sie wünscht sich mehr Bänke und Tische sowie ein Trampolin – „das macht Klein und Groß Spaß.“ Ein überdachter Jugendtreff, Hängematten, Fitnessgeräte, eine Slackline, eine Kletterwand für Trendsportarten wie Parkour oder Bouldern würden den Platz attraktiv machen, ist sich Florian Jobst vom Kinder- und Jugendbeirat sicher. „Es ist eine tolle Ideensammlung zusammengekommen, mit der wir nun in die weitere Planung gehen“, sagt Irene Schmidt vom Amt für Stadtentwicklung. Im kommenden Sommer soll die neue Anlage bereits fertig sein.
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