Norderstedt: Duell in der CDU

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David Hirsch aus Jena will Norderstedt zum Glänzen bringen Foto: Fuchs
Norderstedt: Rathausallee 50 |

Hirsch und Holle kämpfen um die Bürgermeisterkandidatur

Von Burkhard Fuchs
Norderstedt
Die Norderstedter CDU macht es spannend. Anders als die SPD, die bereits die 50 Jahre alte Elke Christina Roeder für die Oberbürgermeisterwahl am 5. November nominiert hat, haben die 257 CDU-Mitglieder noch ein paar Tage Bedenkzeit, wen sie ins Rennen schicken sollen. Zur Wahl stehen der Norderstedter Stadtvertreter Peter Holle (48) und David Hirsch (44) aus Jena. Vor gut 80 Zuhörern, darunter auch Ex-OB Hans-Joachim Grote, stellten beide Bewerber sich und ihre Visionen in der Feuerwache in Friedrichsgabe jetzt vor. Am Donnerstag, 31. August, wird nun in der Feuerwache Glashütte abgestimmt.

Holle: Etwas Neues gestalten

Der ehemalige Hotelier Holle, der dem Haupt- und Stadtentwicklungsausschuss der Stadtvertretung angehört, arbeitet als Immobilienkaufmann und saniert Firmen, wie er sagte. „Mein Wunsch ist es, etwas Neues zu gestalten“, sagte Holle über seine Motivation. Für die anstehenden Schulsanierungen würde er einen 100 Millionen Euro starkes „Sondervermögen“ bilden. „Da müssen wir ran.“ Jeder Euro, der in die Bildung gesteckt werde, spare wiederum 2,70 an Sozialleistungen. Um die zunehmende Verkehrsbelastung in den Griff zu kriegen, setzt Holle auf Carsharing und mehr Busse und Bahnen. „Jeder Winkel in Norderstedt muss mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichbar sein.“

Hirsch: Ich bringe Menschen zusammen

Hirsch hat öffentliche Verwaltung „von der Pike auf gelernt“, wie er sagt. Er war in leitender Position in einer Kommune am Bodensee, sagte der gebürtige Badener, der seit 15 Jahren ein kommunales Unternehmen in Jena mit 160 Mitarbeitern leitet. In Essen sei er Vorsitzender eines CDU-Stadtteilverbandes gewesen. „Ich bringe Menschen zusammen und habe kommunale Erfahrung“, sagt Hirsch. Seine Frau sei aus Norderstedt, so sei die Verbindung hierher entstanden, erklärte er. Wenn er nominiert würde, würde er sofort über die sozialen Netzwerke den Wahlkampf für die CDU beginnen und dabei die Wähler zu Hause besuchen, kündigte Hirsch an. Wirtschaftsförderung begreife er als „Chefsache“. Der Nordport müsse fortentwickelt, zusätzliche Kita-Plätze geschaffen werden. Die Schulmensen sollten für Nachmittagsveranstaltungen geöffnet werden. Auch Hirsch spricht sich für Carsharing-Modelle und Elektro-Auto-Förderung aus.

Oberbürgermeisterwahl am 5. November

Beide Kandidaten sind sich einig in ihrer Ablehnung einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft. In den Wohnungsmarkt solle sich die Stadt nicht einmischen.
Die Oberbürgermeisterwahl ist am Sonntag, 5. November. Außer der SPD, die die Juristin Elke Christina Roeder aus Neumünster ins Rennen schickt, gibt es bislang keine weiteren Kandidaten. Die FDP überlege noch, sagte Vorsitzende Gabriele Heyer.
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