Norderstedter planen neue Rathausallee

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Lasse Jürs malt im Regen den Handlungsschwerpunkt der Jugendlichen auf den Postvorplatz an der Rathausallee Foto: now
Norderstedt: Rathausallee 50 |

Bürger beteiligen sich an der Schönheitskur für die Stadtmitte. Nächster Termin ist am 25. März

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt
Ein riesengroßes „E“ malt Lasse Jürs mitten auf den Platz vor der Post an der Rathausallee. Keine Sachbeschädigung, sondern intensive Bürgerbeteiligung von knapp 50 Anwohnern und Interessierten rund um die Rathausallee findet an diesem verregneten Sonnabend statt (das Wochenblatt berichtete). Auch die Polizei ist überrascht. Norderstedts 1. Stadtrat und Baudezernent Thomas Bosse wird mit der Sprühdose in flagranti überrascht und muss den Beamten erst einmal Auskunft über das Verfahren geben und zeigen, dass die genutzte Farbe sich im Regen wieder abwäscht. Das geht bei dem Wetter ganz schnell, so schnell, dass die Teilnehmer der verschiedenen Kleingruppen ihre gesprühten „Handlungsschwerpunkte“ an der Rathausallee immer auch schnell fotografieren müssen, bevor die Farbe wieder im Regen verschwimmt.

Verkehrsberuhigung


Nach gut eineinhalb Stunden ist es geschafft – fast jede Gruppe – vorher von den Mitarbeitern des externen Moderatorenteams in Gruppen eingeteilt – hat fünf Punkte in ihrem Bereich gefunden, an denen es Verbesserungspotential gibt, 40 Klebepunkte zieren den Übersichtsplan in der Mensa der Grundschule Heidberg. Die Wünsche reichen von Umnutzung der Fahrradunterstände auf dem Postvorplatz zu gemütlichen Sitzecken für die jugendlichen „Bunker“-Nutzer über bessere Straßenquerungen und Verkehrsberuhigung bis zum Umbau und Überdachung des Rathausplatzes. Mone Böcker vom Moderationsteam Tollerort hat zuvor mit der Stadt die Rahmenbedingungen abgesteckt, nach dem Rundgang die Ergebnisse zusammengetragen und darauf Ziele für die Planer formuliert. „Bemerkenswert ist die Einigkeit zur Verkehrsberuhigung“, sagt sie und „für eine „gemütliche Belebung der öffentlichen Räume.“

Konzept bis zur Sommerpause


Die Fachleute werden wenige Tage nach den Bürgern tagen um aus den Ideen erste Pläne zu entwickeln. Auch der Kinder- und Jugendbeirat hat sich schon vorher Gedanken gemacht und bringt sich ein. Neben dem Postplatz möchten das Gremium den Platz vor dem Service-Center der Stadtwerke besser genutzt wissen und haben die Unterstützung einer weiteren Kleingruppe: Schwedenfreunde Anja und Rüdiger möchten gerne mehr Vielfalt an der Rathausallee, auch auf den beiden Plätzen. Für die Jugendlichen ist aber vor allem auch der Platz im Park vor dem Bunker noch ein wichtiger Ort. „Hier könnte ein Sonnensegel hin und ein Grillplatz“, wünscht sich KJB-Vorstand Florian Jobst. Am 25. März sollen die Ziele weiter diskutiert werden, Stadtrat Bosse will noch vor der Sommerpause ein Maßnahmenkonzept festzurren, um damit noch im Herbst in die Haushaltsberatungen zu gehen.

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