Norderstedter Schüler an die Wahlurnen

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Die Kandidaten für den neuen KJB. Insgesamt 13 Jugendliche haben sich aufstellen lassen (hier elf plus Koordinator Oliver Jankowski, hinten l.) Foto: Nowatzky

Kandidaten für Kinder- und Jugendbeirat stehen fest

Norderstedt Sie waren in allen weiterführenden Schulen, haben Werbung für die politische Arbeit von Jugendlichen in Norderstedt gemacht: Der aktuelle Kinder- und Jugendbeirat (KJB) suchte Kandidaten für die Wahl vom 2. bis 17. März. Gemeldet haben sich von den rund 4.500 Wahlberechtigten nur drei Jungen und Mädchen aus drei unterschiedlichen Schulen. Doch die sind hochmotiviert und wollen gemeinsam mit den derzeitigen KJBlern ab April etwas für die rund 14.000 Kinder und Jugendlichen in der Stadt bewegen. Lukas (14), Nathalie (15) und Julia (14) haben sich von den Flyern des KJB überzeugen lassen. „Ich will Projekte für Jugendliche durchsetzen“, meint Julia. Zum Beispiel das vom KJB gewünschte Jugend-Café möchte sie tatkräftig mit unterstützen. Nathalie hat die Beleuchtung des Fussballplatzes in Norderstedt Mitte im Visier, der gut frequentierte Platz zum Kicken könnte dann Abends besser genutzt werden. Der 14-Jährige Lukas hat noch keine konkreten Projekte in Planung, möchte einfach die Jugendarbeit in Norderstedt noch besser machen und etwas in der Stadt verändern. Mindestens zwölf Mitglieder braucht der KJB, um arbeitsfähig zu sein, so schreibt es die Satzung vor. Damit es mit der unter anderem auch in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschriebenen Mitbestimmung durch den Nachwuchs weitergeht, machen fast alle bisherigen Nachwuchspolitiker weiter. So wie Florian. Mit 19 Jahren darf er sich gerade noch aufstellen lassen und will für seine 3. Amtszeit kandidieren. „Es ist wichtig, dass es so ein Gremium gibt und Jugendliche sich engagieren“, meint er. Auch Thiess ist zum 3. Mal auf der Kandidatenliste, wie viele aus dem Gremium kommt er vom Gymnasium Harksheide. „Ich bin auch dabei, damit es weitergeht“, sagt er, und bietet den drei neuen Kandidaten Unterstützung an. Koordinator Oliver Jankowski machte gemeinsam mit den Jugendlichen in den Schulen Werbung. Jetzt ist er zwar etwas enttäuscht von den wenigen Rückmeldungen, stellt aber auch fest: „Zwischen 14 und 19 dürfen die Kandidaten sein, da passiert für die Jugendlichen auch viel anderes. Manche sind schon in den Abschlussklassen, da bleibt nicht so viel Zeit.“ Interessierte 13-jährige durften aufgrund der bestehenden Satzung nicht als Kandidaten aufgenommen werden.Die 13 Kandidaten wollen sich mit Steckbriefen und Fotos bei den Jugendlichen der Stadt bekannt machen und so eine hohe Wahlbeteiligung erreichen. Steht das Ergebnis fest, muss die Stadtvertretung die Kandidaten bestätigen, danach kann es dann mit der Arbeit weitergehen. Ein paar Pläne haben die Jugendlichen jetzt schon: Café, Ausbau des Bunkerabends und Sanierung der Skateranlage Buschweg stehen bisher auf dem Programm. (now)
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