O2-Kundin beschwert sich: Wochenblatt hilft

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Ärger mit der Telefonabrechung: Kein Einzelfall Foto: wb

Kosten für langjährige Kundin aus Norderstedt explodierten

Norderstedt „O2 – You can do“ – mit diesem Spruch wirbt der Telekommunikationsanbieter O2 Telefónica offensiv um Kunden und will damit ausdrücken, dass O2 für die Kunden in Sachen Internet und Telefonieren alles möglich macht. Aber es geht auch anders. Das hat die Norderstedterin Bärbel Hoops erfahren müssen. Alles fing vor einigen Jahren mit einem „Schnäppchen“ an. 2008 hatte Hoops einen Vertrag mit einem anderen Anbieter. „Zum Preis von fünf Euro monatlich erhielt ich jeweils 50 Freiminuten. Das fand ich in Ordnung und auch recht günstig“, so die Norderstedterin. Dann meldete sich ein Servicemitarbeiter von O2 telefonisch, bot an, die Vereinbarung zu übernehmen. Eine schriftliche Vereinbarung wurde nicht getroffen. Die 65jährige stimmte zu.

Keine Auskünfte vom O2-Servicecenter


Das lief lange Zeit gut. Bis sich im Dezember 2015 auf einmal alles änderte, und Hoops Rechnungen über mehr als 100 Euro pro Monat erhielt. „Das konnte ich mir nicht erklären. Ich kontaktierte das O2-Servicecenter und erhielt keine Auskünfte.“ Allerdings hatte sie sich inzwischen ein Handy mit dualem SIM-Kartenbereich angeschafft. Zum Surfen im Internet nutzte sie nun die SIM-Karte eines anderen Anbieters. Fürs Telefonieren mit ihrem Handy sollte weiterhin die O2-Karte gedacht sein. „Ich vermute, dass die einfach auch das Surfen mit in Rechnung gestellt haben, anders kann ich mir die hohen Beträge nicht erklären.“

O2 lenkt ein


Das Problem: O2 hatte offenbar auch keine Begründung, denn auf wiederholte Nachfrage von der Norderstedterin kam keine Antwort. Das ließ sich Hoops nicht gefallen. Im September 2016 ließ sie alle Rechnungsbeträge zurückgehen. Doch dann schaltete O2 ein Inkassobüro ein und forderte für die Folgemonate Beträge in Höhe von jeweils 25 bis zu 37 Euro ein, sodass sich bis vergangenen Monat ein Rückstand von 272,93 Euro summierte: „Ich bin wütend. So geht man doch nicht mit langjährigen Kunden um.“ Auf Nachfrage des Wochenblatts ruderte O2 zurück. „Wir möchten der Kundin entgegenkommen und werden die noch offenen Forderungen zurückholen und ausbuchen“, sagt Julia Hoffstaedter, Pressesprecherin von Telefónica Germany. Im Falle von Frau Hoops würden die erhöhten Kosten vermutlich mit dem Beginn der Nutzung einer Dual-SIM-Karte zusammenhängen, so heißt es unter anderem in einem Schreiben. Offensichtlich habe die Kundin für die mobile Datennutzung irrtümlich die O2-SIM-Karte verwendet. (mk)
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