PACT: Ein Pakt für Mitte

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Die Mitglieder des Arbeitskreises PACT bei der Eröffnung des Infopointes in der Moorbekpassage Foto: now
 
Christian Behrendt: „Wenn man nach Norderstedt Mitte kommt, merkt man es gar nicht“ Foto: wb

Stadt und Eigentümer ziehen an einem Strang. Quartiersmanager ab April

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt
Einzelne Läden in den Rathausarkaden stehen leer, auch in der Moorbekpassage wechseln die Pächter der Shops immer wieder. Knapp 100 Ladengeschäfte, Arztpraxen und Büros von Freiberuflern gibt es entlang der Rathausallee zwischen Buckhörner Moor und Ulzburger Straße, schätzt Heiko Bartsch von der Grundstücksverwaltung immobilien service norderstedt (isn). Er weiß, das Image von Norderstedt Mitte ist nicht das beste und will etwas dagegen tun. Nach fünf Jahren Vorlauf geht jetzt der PACT Noderstedt Mitte an den Start. PACT steht für „Partnerschaft zur Attraktivierung von City-, Dienstleistung- und Tourismusbereichen“.

Am Schmuggelstieg ist PACT schon etabliert


Am Schmuggelstieg gibt es bereits seit mehreren Jahren diese Gemeinschaft von Grundeigentümern, die mit einem gemeinsamen Quartiersmanagement die Attraktivität des Quartiers steigern wollen. Für Norderstedt Mitte sind rund 480.000 Euro eingeplant, die von den Grundeigentümern aufgebracht werden müssen, um das Quartiersmanagement auf die Beine zu stellen. Rund 19 Euro pro Quadratmeter Gewerbefläche werden über fünf Jahre verteilt fällig. Dafür wird Christian Behrendt ab April als Quartiersmanager beschäftigt. Von Montag bis Freitag halbtags will der 46-jährige zunächst die Geschäftsleute kennen lernen und an dem Infopoint in der Moorbekpassage Ansprechpartner auch für die Anwohner sein. Ideen bringt er schon mit: „Wenn man nach Norderstedt Mitte kommt, merkt man es gar nicht“, hat er festgestellt. Das will er ändern und eine dem Stadtteil rund ums Rathaus eine eigene Identität verschaffen.
Auch Norderstedts Baudezernent Thomas Bosse, denkt,
der Stadtteil hat ein Imageproblem. Das sich Einzelhändler jetzt zusammenschließen, findet er großartig. „Einzelhändler agieren sonst eben immer einzeln“, so Bosse. Einer, der sich im Arbeitskreis engagiert, ist Andreas Herrmann. Seit 1984 betreibt er an der Rathausallee sein Reisebüro und sagt: „Wir wollen unsere Zukunft sichern.“ Das sei nur im größeren Verbund möglich. Trotz der bereits sichtbaren Leerstände im Quartier sieht er noch keine negativen Einflüsse auf die vorhandenen Geschäfte. Erstaunlich, denn gerade die Leerstände und die immer schwierigere Vermietungssituation führten erst zur Initiierung von PACT.
Das Gebiet erstreckt sich über einen großen Bereich, ganz unterschiedliche Angebote von Geschäften, Arztpraxen und Dienstleistung kennzeichnen das Quartier. „Hier ist keine klassische Shoppingmeile“, stellt Heiko Bartsch fest, der mit der Grundstücksverwaltung isn für die Umsetzung verantwortlich ist.
Trotzdem soll eine gemeinsame Marke, eine Identität für Norderstedt Mitte entstehen. „Magnete hier sind das Rathaus oder auch die Stadtwerke“, sagt Bartsch und will vor allem auch den Rathausmarkt als Treffpunkt stärker in den Vordergrund rücken. Verschiedene Märkte, ein zweiter Wochenmarkttermin, Kleinkunstveranstaltungen oder Open-Air-Kino sind Ideen, die die PACT-Lenkungsgruppe vorantreiben will.
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